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BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 11-18

Positive Erwartungen trotz abgekühltem Geschäftsklima

29.11.2018, Berlin
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Konjunktur

Im September erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 14,6 Milliarden Euro. Damit lag die Branche um 5,3 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Grund für den Umsatzrückgang war die teilweise negative Entwicklung der Verkaufspreise. Der Absatz sank um 5 Prozent. Erneut war das Inlandsgeschäft etwas stärker als der Export. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 4,8 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht einem Minus von 8,4 Prozent. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank moderat um 0,8 Prozent.

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Agrarrohstoffmärkte

Die Preisentwicklung an den Agrarrohstoffmärkten ist das Ergebnis von Angebots- und Nachfrageschwankungen. Aufgrund schlechter Witterungsbedingungen für einige Rohstoffe, stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 6,6 Prozent zum Vormonat. Trotz der erhöhten Preise auf den internationalen Märkten blieb der Index mit 2,7 Prozent aber unter seinem Vorjahreswert. Die Rohstoffbeschaffung ist ein zentraler Kostenfaktor in der Lebensmittelproduktion. Steigende Rohstoffkosten belasten die Erträge der Unternehmen zusätzlich und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus.

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Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im November waren die Lebensmittelproduzenten etwas zurückhaltender als im Vormonat: Das Geschäftsklima kühlte sich um 2,2 Punkte ab, blieb jedoch über dem Vorjahreswert. Besonders mit ihrer Beurteilung der aktuellen Geschäftslage zeigten sich die Unternehmen aufgrund positiver Entwicklungen im Oktober zufrieden. So fiel die Beurteilung von Produktion, Nachfrage und Auftragsbeständen optimistisch aus. Die Erwartungen an die Produktion, Verkaufspreise und Exporte waren auf einem höheren Niveau als im Vorjahr.


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Konsumklima und Verbraucherpreise

Während die internationalen Handelskonflikte und die schwächere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland die Konjunkturerwartungen senkten, trübte sich die Verbraucherstimmung im November 2018 nicht. Das Konsumklima blieb mit 10,6 Punkten auf einem guten Niveau. Gleichzeitig erhöhte sich die Anschaffungsneigung und die Einkommenserwartungen blieben hoch. Mit der stabilen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland legen die Konsumenten Wert auf Genuss und damit den Konsum höherwertiger, preisintensiverer Lebensmittel.

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Erstmals seit längerem sanken im Oktober die Lebensmittelpreise um 0,2 Prozent, während die allgemeinen Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent anstiegen. Im Vorjahresvergleich verteuerten sich die Lebensmittelpreise um lediglich 1,9 Prozent und die Verbraucherpreise um 2,5 Prozent.


Die Ernährungsindustrie ist mit rund 595.506 Beschäftigten in 6.044 Betrieben der viertgrößte Industriezweig Deutschlands, zuverlässig versorgt sie 82 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 33,5 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte. Die Branche ist klein- und mittelständisch geprägt: 90 Prozent der Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie gehören dem Mittelstand an.