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Anne Schnell
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  • 29.06.2017
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Möglicher Ausbruch von Afrikanischer Schweinepest bedroht gesamte Lieferkette – BVE fordert von Politik Folgen ernst zu nehmen

27.02.2018, Berlin
Nach dem nationalen Krisengipfel im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zur Afrikanischen Schweinepest (ASP), der am Montag stattfand, fordert die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, dass bei einem Ausbruch der ASP in Deutschland die Folgen für die Lebensmittellieferketten von der Politik ernst genommen werden. Gleichzeitig ruft der Verband zu einer sachlichen und risikoorientierten Debatte auf.

„Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen ungefährlich, es besteht für den Lebensmittelkonsum kein Anlass zur Sorge. Die Tierseuche würde jedoch zu hohen Verlusten in der Schweineproduktion führen und stellt damit auch für die mit ihr verbundenen Wirtschaftszweige der gesamten Lebensmittelkette ein Problem dar“, erklärt Christoph Minhoff, BVE-Hauptgeschäftsführer. „Umfassende Präventionsmaßnahmen und eine weitreichende Aufklärung gilt es zu unterstützen.“

Veränderungen im Angebot eines Rohstoffe sind am Markt deutlich spürbar: So würde ein geringeres Angebot für die Beschaffung der fleischverarbeitenden Unternehmen höhere Einkaufspreise bedeuten. Auf der Zuliefererseite bricht der Mühlen- und Stärkewirtschaft die Nachfrage für Nebenprodukte als Futtermittel weg. Der Export von Schweinefleisch in Drittländer würde von heute auf morgen zusammenbrechen, weil die in den zugrundeliegenden bilateralen Veterinärvereinbarungen vorgesehene ASP-Freiheit nicht mehr gegeben wäre. Empfindliche Verwerfungen im sensiblen Gefüge von Angebot und Nachfrage würden alle Bereiche der Lebensmittelkette betreffen. Die BVE sieht die Bundesregierung in der Pflicht, Verhandlungen mit den Drittstaaten aufzunehmen, um die ASP-Regelungen in den Exportzertifikaten auf einen Ausbruch bei Hausschweinen zu beschränken. Insgesamt kommt es somit zu empfindlichen Verwerfungen im sensiblen Gefüge von Angebot und Nachfrage in den betroffenen Lieferketten.


Die Ernährungsindustrie ist mit rund 600.000 Beschäftigten in mehr als 6.000 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands, zuverlässig versorgt sie 82 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 33 Prozent schätzen Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.