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  • 29.06.2017
    Resteverwertung mal anders: Eine US-amerikanische Eiscrememanufaktur rührt Eis aus übrig gebliebenen Lebensmitteln an, egal ob aus veganer Mayonnaise oder Zitrusfrüchten. No more #foodwaste!
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BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 7-17

Saisongeschäft im Mai beflügelt Umsatzwachstum

28.07.2017, Berlin
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Konjunktur

Im Mai 2017 erreichte die Ernährungsindustrie einen Umsatz von 15,6 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich damit ein kräftiges Wachstum von +11,1 Prozent. Dieser Zuwachs ist jedoch zum Großteil auf gestiegene Verkaufspreise, +4,7 Prozent im Inland und +5,1 Prozent im Ausland, zurückzuführen.
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Abzüglich der Preisentwicklung verbleibt ein Absatzwachstum von +6 Prozent. Auch das Saisongeschäft im Mai hat die Umsätze – vor allem in der Getränkeherstellung – positiv beeinflusst. Ein weiterer wichtiger Wachstumstreiber bleibt das Exportgeschäft. Die Lebensmittelausfuhren legten im Mai im Vorjahresvergleich um +10,6 Prozent zu, insgesamt wurden Güter im Wert von 5 Mrd. Euro exportiert. Auch die Lebensmittelproduktion konnte ausgebaut werden, der saison- und kalenderbereinigte Produktionsindex verbesserte sich im Vorjahresvergleich um +1,4 Prozent.

Von besseren Wachstumschancen für die Ernährungsindustrie profitieren auch die Verbraucher. Eine stabile und wettbewerbsfähige Lebensmittelproduktion garantiert ein vielfältiges, bedarfsgerechtes und qualitativ hochwertiges Produktangebot. Um auch zukünftig die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit ausbauen zu können, sind ein weiterer Bürokratieabbau, aber auch die Öffnung neuer Absatz- und Wertschöpfungspotenziale im In- und Ausland von großer Bedeutung.

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Agrarrohstoffmärkte

Die Entwicklung von Angebot und Nachfrage bedingen die Preise an den Agrarrohstoffmärkten. Preisschwankungen können beispielsweise mit wechselnden Ernteerträgen aufgrund der Witterungsbedingungen, aber auch mit Wechselkursschwankungen zusammenhängen. Der Monat Juni 2017 zeigt vor allem angebotsbedingt eine erneute Entspannung auf den Rohstoffmärkten. Gegenüber dem Vorjahr sank der HWWI-Rohstoffpreis-index für Nahrungs- und Genussmittel um -12,9 Prozent. Im Vormonatsvergleich fiel der Rückgang mit -3,3 Prozent weniger stark aus. Langfristig betrachtet behaupten die Agrarrohstoffpreise ein hohes Niveau, für die Lebensmittelhersteller sind sie einer der wichtigsten Kostenfaktoren.

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Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Juli 2017 verbessert sich die aktuelle Geschäftslage erneut. Noch stärker stiegen die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate, was sich insgesamt positiv auf das Geschäftsklima auswirkt. Im Vergleich zum Vormonat steigt das Klima um 8 Punkte und zeigt damit, insbesondere in Relation zu Juli 2016, eine deutlich bessere Stimmungslage in der Branche. Auch werden von den Unternehmen weniger Produktionsbehinderungen beklagt als noch im Vorjahr. Ihre Wettbewerbsposition im In- und Ausland schätzten die Unternehmen ebenfalls besser ein als noch vor zwölf Monaten, daher bleiben auch die Erwartungen an das Exportgeschäft auf hohem Niveau.

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Konsumklima und Verbraucherpreise

Zum dritten Mal in Folge steigt im Juli 2017 das Konsumklima in Deutschland auf 10,6 Punkte. Ausschlaggebend sind verbesserte Konjunktur- und Einkommenserwartungen der Verbraucher. Gute Jobperspektiven und eine niedrige Sparneigung fördern die Kauflaune und Zahlungsbereitschaft der Kunden, auch bei Lebensmitteln liegen hochwertige Produkte im Trend. Die Teuerung bleibt weiterhin moderat. Während das allgemeine Preisniveau im Juni 2017 gegenüber dem Vormonat um +0,2 Prozent zulegte, sanken die Lebensmittelpreise um -0,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich fiel die Preisentwicklung mit +1,6 Prozent bzw. +2,6 Prozent etwas deutlicher aus.


Die Ernährungsindustrie ist mit über 580.000 Beschäftigten in 5.940 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands, zuverlässig versorgt sie 81 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 33 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.