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  • 18.08.2016
    Tataaaa....das neue "FAKT: ist" ist da... Was versteht man eigentlich unter #Lebensmittelqualität und wie wird sie - vom Hersteller bis hin zum Verbraucher - in Deutschland gesichert? Diesen und weiteren Fragen widmet ...
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    Wissen Sie, was es mit dem so genannten Identitätskennzeichen auf #Lebensmitteln auf sich hat? Ein Fisch kann z.B von einem philippinischen Fischdampfer im Südpazifik gefangen, in China bearbeitet, tiefgefroren und ...
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Studie untersucht Umlaufzahlen und Transportentfernungen von Getränkeverpackungen

23.12.2013, Berlin
Die Umlaufzahlen für unterschiedliche Verpackungen bei Bier, Wasser und Erfrischungsgetränken sind heterogen. Eine allgemeine durchschnittliche Umlaufzahl für Mehrweg innerhalb eines Getränkesegments, wie sie bisher in Ökobilanzen angenommen wurde, ist deshalb nichtaussagekräftig. Individualgebinde bei Bier und Wasser werden über längere Strecken transportiert als Pool-Flaschen. Der Vergleich der Transportentfernungen zwischen Mehrweg und Einweg ergibt daher ein differenziertes Bild.
Wichtige Parameter für Ökobilanzen von Getränkeverpackungen sind zum einen Umlaufzahlen von Mehrweggebinden und zum anderen die Transportentfernungen für Mehr- und Einweggebinde. Bei den meisten bisher erstellten Bilanzen liegen hinsichtlich dieser beiden Kriterien keine empirisch ermittelten Werte zugrunde.

Vor diesem Hintergrund haben die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V. (BVE) und der Handelsverband Deutschland e.V. (HDE) die nun vorliegende Studie „Umlaufzahlen und Transportentfernungen in der Getränkeindustrie“ in Auftrag gegeben. „Aufgrund der neutralen Ausrichtung unserer Verbände, wollen wir mit dem nunmehr vorliegenden empirischen Datenmaterial einen konstruktiven Beitrag zur Versachlichung der ökologischen „Ein-/Mehrwegdiskussion“ leisten,“ erklärt HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Die Studie wurde von der Unternehmensberatung Weihenstephan GmbH, eine 100%-Tochter von Deloitte Consulting durchgeführt.

Beide Verbände sind sich darin einig, dass Ökobilanzen nicht das alleinige Kriterium für verpackungspolitische Entscheidungen sein dürfen, sondern auch die Bedürfnisse der Verbraucher. „Getränkeindustrie und -Handel sehen ihre Aufgabe darin, den Verbrauchern Getränke in Verpackungen zur Verfügung zu stellen, die unterschiedlichen Konsumanlässen am besten Rechnung tragen. Dies kann in einem Fall Mehrweg, im anderen Einweg sein“, so BVE-Geschäftsführer Peter Feller.
Die vorliegende Studie belegt eine immer größere Vielfalt an Getränkeverpackungen. „Allein in unserer Untersuchung sind wir auf über 120 verschiedene Flaschentypen gestoßen“, so Stefan Huckemann, Partner bei Deloitte. Dies erschwere das Kreislaufsystem bei Mehrwegflaschen erheblich, da die Abfüller häufig Flaschentypen zurückbekämen, mit denen sie nichts anfangen können. Sortier- und Tauschaufwand seien für viele Unternehmen eine erhebliche Mehrbelastung. „Die Differenzierung bei den Flaschentypen nimmt nach unserer Beobachtung weiter zu. Dies wird sich voraussichtlich weiter auf die Zahl der Wiederbefüllungen auswirken.“

Bisher konnten die Pool-Mehrwegflaschen durch ihr einheitliches Design von vielen verschiedenen Getränkeherstellern verwendet werden. Das führte zu einer höheren Wiederverwendungsrate und geringeren Transportentfernungen. Bei der Vielzahl der heute im Markt anzutreffenden Flaschentypen hängt die Befüllungsquote stark vom Tauschgeschäft des Leergutes ab. Die Flaschen müssen sortiert und zu den entsprechenden Abfüllern zurückgebracht werden. Der Fremdflaschenanteil kann je nach Getränk und Gebinde deutlich über 20% liegen.

Vor dem Hintergrund des zunehmenden Tauschgeschäfts wurden auch die durchschnittlichen Transportentfernungen für Getränkeverpackungen ermittelt. Anders als bei früheren Studien weist die Studie nicht nur die Vollguttransporte aus, sondern bezieht auch Leerguttransporte mit ein. Ging man in der Vergangenheit noch von einer durchschnittlichen Transportstrecke von 200 km (Hin- und Rückweg) pro Bierflasche aus, hat Weihenstephan tatsächlich 437 km ermittelt. Bei Wasser liegen die Transportentfernungen sowohl bei Mehrweg als auch Einweg zwischen 260 und 270 km. Erfrischungsgetränke werden in Deutschland hauptsächlich in Kunststoff-Einwegflaschen vertrieben. Diese Gebinde werden durchschnittlich ebenfalls etwa 260 km weit gefahren.

Hintergrund:
Die Daten wurden im Zeitraum von März 2012 bis Juli 2013 ermittelt. Die Studie untersucht erstmals in diesem Umfang, in dieser Breite und Qualität die Umlaufzahlen und Transportentfernungen von Mehrweg-Gebinden. Die in die Untersuchung eingebundenen 107 Unternehmen stellen die ganze Bandbreite des Getränkemarktes dar: von den großen bis zu den kleinen Abfüllern der Bier- und AfG-Branche. Die Marktabdeckung der Studie reicht von 24 Prozent bei Wasser und Erfrischungsgetränken bis zu 53 Prozent bei Bier. Die Studie wurde vom HDE und von der BVE in Auftrag gegeben. Relevante Verbände, Interessengruppen, Forschungsinstitute und Behörden wurden eingebunden.

Bei Interesse wird Ihnen die Studie nach Anforderung zugestellt.

Ansprechpartner:

Prof. Dr. Stefan Huckemann
Deloitte Consulting GmbH
Tel: +49 89 290367980
E-Mail: shuckemann@deloitte.de


Kai Falk
Handelsverband Deutschland (HDE)
Tel: +49 30 726250-60
E-Mail: falk@hde.de


Peter Feller
Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V.
Tel: +49 30 200786-160
E-Mail: pfeller@bve-online.de