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Pressemitteilungen

28.05.2020, Berlin

Farm-to-Fork-Strategie: Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit brauchen einen funktionierenden Markt

Anlässlich der heutigen Sondersitzung von Agrarministerkonferenz und...
26.05.2020, Berlin

Grundsatzposition nachhaltigere Lebensmittelsysteme: Lebensmittelwirtschaft sieht sich als Teil der Lösung

Die Lebensmittelwirtschaft veröffentlicht erstmals eine gemeinsame...

Terminkalender

09
Sep
09.09.2020 09:30 - 16:30 Uhr, Gustav-Stresemann-Institut, Bonn

BVE-Krisenmanagement Modul: „Recht und Behörde“

Am 09. September 2020 veranstaltet die BVE in Kooperation mit der AFC Risk & Crisis Consult eine neue Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe BVE-Krisenmanagement.
01
Okt
01.10.2020 09:30 - 16:30 Uhr, HDLE, Claire-Waldoff-Straße 7, Berlin

BVE-Krisenmanagement Modul: „Krise und Kommunikation“

Am 01. Oktober 2020 veranstaltet die BVE in Kooperation mit der AFC Risk & Crisis Consult eine neue Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe BVE-Krisenmanagement.
18
Jan
18.01.2021 09:30 - 18:00 Uhr, Berliner Congress Center

Farm & Food 4.0

„Nachhaltigkeit ist für uns als Familienunternehmen gelebte Unternehmenskultur“

12.10.2018
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„Für bessere Ernährung. Seit 1820.“ – Dafür steht das Elmshorner Familienunternehmen Peter Kölln. Wir haben Geschäftsführer Dr. Christian von Boetticher gefragt, was Nachhaltigkeit für das Unternehmen bedeutet und mit welchen Maßnahmen sie umgesetzt wird.

BVE: Herr von Boetticher, was bedeutet Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen Peter Kölln?

Christian von Boetticher: Nachhaltigkeit ist für uns als Familienunternehmen gelebte Unternehmenskultur. Unser verantwortungsvoller Umgang heute – ökologisch, sozial und ökonomisch – bildet die Grundlage für die nächsten Generationen.

BVE: Welche Maßnahmen setzen Sie hier ganz konkret um?

Christian von Boetticher: Wir engagieren uns für den regionalen, konventionellen, ökologischen Anbau von Hafer – auch glutenfrei. Somit achten wir bei Verkehrswegen und Transporten auf die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks und bevorzugen regionale Lieferanten/Partner. Neben der Einsparung von Energie (seit 2014 bezieht Peter Kölln Strom aus regenerativen Energien), Wasser und Abfall ist es unser Anliegen, das benötigte Verpackungsmaterial weiter zu verringern. Seit 2012 ist unser Produktsortiment sojafrei und wir verwenden ausschließlich 100 Prozent UTZ-zertifizierten Kakao. Darüber hinaus nehmen wir den Wunsch der Verbraucher nach natürlichen Lebensmitteln sehr ernst, indem wir weniger Zusatzstoffe verwenden, künstliche Aromen herausentwickeln und durch mehr Fruchtanteil in unseren Produkten kompensieren. Unserer sozialen Verantwortung kommen wir mit verschiedenen Kooperationen nach. So unterstützen wir unter anderem die regionalen Tafeln mit Produktspenden, sind Förderer verschiedener Hilfsorganisationen und pflegen Bildungspartnerschaften zu Kindergärten, Schulen sowie Universitäten. Für unverschuldet finanziell in Not geratene Mitarbeiter haben wir einen Unterstützungsverein gegründet, u.v.m. Ferner waren wir drei Jahre Pilotunternehmen im Forschungsprojekt TransKoll – in Zusammenarbeit mit den Universitäten Kiel und Göttingen sowie der WTSH Kiel. Hier ging es um die Entwicklung und Implementierung eines praktikablen internen und lieferkettenbezogenen Nachhaltigkeitsmanagements für klein- und mittelständische Unternehmen.

BVE: Was sind Herausforderungen, gibt es Grenzen und wo sehen Sie Chancen?

Christian von Boetticher: Eine Herausforderung ist sicherlich die Palmöl-Debatte. Wir bei Peter Kölln setzen ausschließlich auf nachhaltiges Palmöl und versuchen zunehmend, ganz darauf zu verzichten. Problem ist die mangelnde Alternative. Die derzeitige Regierung aus CDU/CSU und SPD schreiben in ihrem Koalitionsvertrag: „Wir wollen Initiativen für nachhaltige, entwaldungsfreie Lieferketten von Agrarrohstoffen, z.B. Palmöl, Kakao und Soja, unterstützen.“ Wie genau die Politik dies tun möchte und welche Projekte zur Verwirklichung dieser Ziele entstehen sollen, bleibt aber offen.