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11.12.2019, Berlin

Ernährungsindustrie: Challenge accepted - wir sind Teil des Wandels!

Anlässlich der heutigen Vorstellung des Fahrplans für den „Green...
29.11.2019, Berlin

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 11-19

Konjunktur
Im September erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie...

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17
-
26
Jan
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Internationale Grüne Woche

Gemeinschaftschaftsauftritt Lebensmittelwirtschaft, Internationale Grüne Woche, 17.-26.1.2020, Berlin
20
Jan
20.01.2020 09:30 - 18:00 Uhr, Berliner Congress Center

Farm & Food 4.0

06
Feb
06.02.2020 10:00 - 16:30 Uhr, HdLE, Berlin

BVE-Krisenmanagement "Produktkrise & Rückrufaktion"

iFood 2019: Die Zukunft lässt nicht auf sich warten

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Vom 5.-9. Oktober hatten Fachbesucher aus aller Welt die Möglichkeit, die unglaubliche Vielfalt der Ernährungsbranche zu entdecken. Zum 100. Jubiläum der Messe dominierten Themen rund um die Ernährung der Zukunft. Neben der Präsentation von Produktneuheiten rückten auch übergeordnete Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltbelastung weiter in den Vordergrund. So diskutierten zum Beispiel auf der fünften Innovation Food Conference Experten über den technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel der Lebensmittelwirtschaft. Wir waren mit dabei.

Untergliedert in die Themenfelder Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Innovation und New Foods wurde bei den Vorträgen auf der Konferenz eines schnell deutlich: Alles hängt zusammen. Verbesserung im Bereich der Nachhaltigkeit können nur mit Innovationen gelingen, beispielsweise mithilfe digitaler Optimierungen im Hinblick auf die Effizienz oder durch die Entwicklung neuer Produkte, die weniger CO2 benötigen. Neue Produkte entstehen häufig aufgrund einer bestehenden Notwendigkeit, Probleme zu lösen. Die gegenwärtigen Herausforderungen, die es im Bereich der Lebensmittelproduktion zu meistern gilt, sind der ideale Nährboden für Ideen, die die Ernährungsindustrie revolutionieren können.

Der Realitätscheck

Dr. Volker Heinz vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) führte durch die Veranstaltung. Gleich zu Beginn unterzog er die Teilnehmenden einem Realitätscheck. Zero Emission Food sei beinahe unmöglich und obwohl in vielen Bereichen Emissionen eingespart werden könnten, sähen aktuelle Prognosen nur wenig Potenzial im Agrarsektor. Auch könne man nicht einfach auf Plastik verzichten, schließlich besäßen (Plastik-)Verpackungen wichtige Funktionen im Bereich der Lebensmittelsicherheit und der Haltbarkeit. Darüber hinaus müsse man sich bewusst sein, dass der ökologische Fußabdruck von Verpackungen geringer sei als die Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung. Diese Anmerkungen von Dr. Heinz verdeutlichten nicht nur die Knackpunkte innerhalb der Diskussionen, sondern auch die Notwendigkeit des wissenschaftlich fundierten Augenmaßes. Es braucht keinen blinden Aktionismus, der das große Ganze aus den Augen verliert.

Die Wahl der Konsumenten

Bei der ganzheitlichen Betrachtung durfte ein Blick auf die Verbraucher nicht fehlen. Ihre Konsumentscheidungen beeinflussen das Lebensmittelangebot und sind entscheidend für den Erfolg nachhaltigerer Alternativen. Hanni Rützler vom Zukunftsinstitut zeigte auf, dass Konsum immer mehr zu einer Frage der Identität wird. Galt früher noch der Spruch „du bist, was du isst“, sei es heute umgekehrt: „Du isst, was du bist“. Aufgrund der Fülle an Wahlmöglichkeiten, wachse auch die Unsicherheit bei den Verbrauchern. Die Suche nach Regeln und Halt schlägt sich in der Festlegung verschiedener Diäten nieder. Allerdings lernt der Verbraucher, mit dieser Wahl umzugehen und Antworten auf seine Bedürfnisse zu fordern. Der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit besitzt dabei Anknüpfungspunkte in alle anderen Bereiche, in die sich Trends einordnen lassen: Vereinfachung des Alltags, Steigerung von Genuss und Qualität, Verbesserung der Gesundheit und das generelle Bestreben nach Innovation.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: sie ergänzen sich hervorragend, erklärte Dr. Klemens von Betteray, CSB-System AG. So seien Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzten, erfolgreicher – auch im Vergleich mit dem Weltaktienindex. Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), erinnerte außerdem daran, dass die Wirtschaft eine starke Handlungsfähigkeit besitze, wenn man sie durch politische Vorgaben nicht ausbremse. Ein wichtiger Faktor bei der Nachhaltigkeitsdebatte sei schließlich die Zeit, die nicht in unnötigen Diskussionen und taktischen Spielchen verschwendet werden sollte.

Innovationen

Die gute Nachricht der Konferenz lautete: Es gibt bereits jetzt viele Innovationen und Produktneuheiten, die sowohl nachhaltige Alternativen darstellen als auch die Umweltbelastung sänken. Sei es eine gesteigerte Effizienz durch die digitale Optimierung von Prozessen, neue Fischfangmethoden, die den Beifang durch Lichtimpulse drastisch mindern, der Einsatz von Insekten als Nahrung und Dünger oder die Herstellung von In-Vitro Fleisch – die Möglichkeiten sind zahlreich. Unser Fazit lautet daher: Gestalten Sie die Zukunft mit uns!

Hier geht es zu den Eindrücken vom Anuga-Messegeschehen 2019