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Pressemitteilungen

04.02.2019, Berlin

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 01-19

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im November 2018 einen Umsatz von 15,9 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr sank er damit um 1,7 Prozent. Grund für diese Entwicklung war vor allem eine Verringerung der Absatzmenge um 2,2 Prozent.
16.01.2019, Berlin

Minhoff ruft Politik und Unternehmen zu mehr Bekenntnis für Europa auf

Anlässlich der Internationalen Grünen Woche 2019 veröffentlicht die...

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Japan: Foodex Japan 2019

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat die...

Nachhaltiger Fischeinkauf: eine Herausforderung?

17.01.2019
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Fisch ist ein wesentlicher Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Es kommt allerdings immer wieder die Frage auf, inwieweit die Fischbestände durch die Verschmutzung der Meere und Überfischung bedroht sind. Dr. Matthias Keller, Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e. V., hat uns zu diesem Thema ein Interview gegeben.

BVE: Für viele Verbraucher gehört der Fisch selbstverständlich zur Speisekarte. Seine Besonderheiten im Vergleich zu anderen Lebensmitteln geraten dabei schnell außer Acht. Was ist an dem Produkt Fisch außergewöhnlich?

Dr. Keller: Außergewöhnlich an Meeresfischen ist, dass sie zu den wenigen Lebensmitteln gehören, die das Attribut „naturgemäß“ für sich in Anspruch nehmen können. Ferner ist die große Artenvielfalt bei Meeresfischen ein Herausstellungsmerkmal, das den Wünschen der Verbraucher nach Abwechslung auf dem Teller voll entspricht. Als quasi „add on“ können dann noch die vielen positiven Inhaltsstoffe und die gute Verträglichkeit des Fischfleisches erwähnt werden.

BVE: Die Verschmutzung der Meere und Gewässer sowie die damit verbundenen Auswirkungen auf den Fisch werden ein immer wichtigeres Thema. Vor kurzem wurde aus diesem Grund ein Verbot von Einweg-Plastik beschlossen. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein? Welchen Herausforderungen muss sich die Fischindustrie derzeit stellen?

Dr. Keller: Dieses Thema wird uns in der Tat noch sehr beschäftigen, denn noch sind die Zusammenhänge zwischen „Plastik im Meer“ und die direkten Folgen für die Gesundheit der Fische und damit die Qualität der Fische als Lebensmittel nicht ausreichend erforscht. In jedem Fall ist es richtig, mit Vermeidungsstrategien dort anzusetzen, wo der Eintrag von Plastik bzw. Mikroplastik ins Meer am größten ist. Die Maßnahmen in der EU sind ein wichtiges Signal. Auch prüfen die Unternehmen ihre Verpackungen, um die Recyclingfähigkeit zu erhöhen.

BVE: In dem Versuch, besonders nachhaltige Kaufentscheidungen zu ermöglichen, gibt es unterschiedliche Siegel. Ein Großteil des Meeres kann jedoch nicht mit einem solchen zertifiziert werden. Inwieweit bieten die Siegel, beziehungsweise das Fehlen eben dieser, eine aussagekräftige Hilfestellung?

Dr. Keller: Nachhaltiger Fischeinkauf ist eigentlich keine Herausforderung. Schließlich gibt es zahlreiche Hilfestellungen wie Ratgeber oder auch Siegel, die bei der Einkaufsentscheidung helfen können. Je nach Adres-sat dieser Ratgeber fehlt es aber an einer gewissen neutralen und wissenschaftlich basierten Beurteilung, so dass am Ende jede Einkaufsentscheidung unter Abwägung von Vor- und Nachteilen individuell erfolgen sollte. Wichtig ist dabei zu beachten, dass die Schlussfolgerung falsch ist, dass Fische ohne „Umweltsiegel“ nicht aus nachhaltiger Fischerei stammen würden. Die gesetzlichen Vorschriften, insbesondere zur Regelung der Fischereiaktivitäten in der EU, sind auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Um sich selbst ein eigenes Bild vom Zustand der Fischbestände zu machen, empfehle ich den Besuch der folgenden Internetseite https://fischbestaende.thuenen.de.

BVE: Unser diesjähriges Motto auf der Internationalen Grünen Woche ist: „Wie schmeckt die Zukunft?“. Wie schmeckt der Fisch der Zukunft? Welche Fischart sollte Ihrer Ansicht nach öfter auf dem Teller landen?

Dr. Keller: In Deutschland entfallen auf die Fischarten Lachs, Alaska-Seelachs, Hering, Thunfisch und Forelle ca. 75 % des Fischkonsums. Auch andere Arten wie Seelachs, Kabeljau, Rotbarsch, Scholle und Karpfen, deren Marktanteile jeweils unter 3 % liegen, haben es verdient, mehr nachgefragt zu werden. Denn sie sind lecker und lassen sich leicht und schnell zubereiten.

Im Rahmen der Internationalen Grünen Woche wird Dr. Keller am Samstag, 19.1., ab 13:00 Uhr am BVE/BLL-Gemeinschaftsstand in Halle 22a bei einem Cook & Talk Rede und Antwort stehen zum Thema Fisch.