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Pressemitteilungen

16.07.2019, Berlin

Ernährungsindustrie für ein starkes Europa

Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG) und die...
05.07.2019, Berlin

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 06-19

Konjunktur
Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im April 2019...

Terminkalender

05
Sep
05.09.2019 10:00 - 16:30 Uhr, HdLE, Berlin

BVE-Krisenmanagement Modul: „Krisenkommunikation & Globalisierung“

In Kooperation mit der AFC Risk & Crisis Consult veranstaltet die BVE eine neue Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe BVE-Krisenmanagement.
08
Okt
08.10.2019 10:30 - 12:00 Uhr, Anuga, Koelnmesse

Podiumsdiskussion „Lebensmittelsicherheit zwischen Fakten & Fake News“ im Rahmen der ANUGA in Köln

In Kooperation mit der AFC Risk & Crisis Consult veranstaltet die BVE am 8. Oktober 2019 m Rahmen des BVE-Krisenmanagement eine Podiumsdiskussion auf der Anuga, Köln.
29
Okt
29.10.2019 10:00 - 16:30 Uhr, E.ON Business Solutions GmbH, 45131 Essen, Brüsseler Platz 1

BVE-Fachtagung "Energiewende in der Ernährungsindustrie"

Gemeinsam mit E.ON lädt die BVE am 29. Oktober 2019 zu einer neuen Runde ihrer Fachtagung Energie - diesmal zum Thema "Wasseraufbereitung, Prozesswassernutzung und Abwasserbehandlung" ein.

„Die Digitalisierung ist keine Zukunftsmusik, sondern längst Realität.“

21.03.2019
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Unter dem Motto „Chancen nutzen. Digitalisierung gestalten.“ findet am 28. März 2019 der „Unternehmertag Lebensmittel“ in Köln statt. Prof. Dr. Ulrike Detmers, geschäftsführende Gesellschafterin bei der Mestemacher GmbH, nimmt am Gespräch „Digitalisierung – wie verändert sie das Miteinander?“ teil. Im Interview mit uns berichtet sie, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf ihr Unternehmen hat.

BVE: Mit ihren knapp 600 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 160 Mio. € gehört die Mestemacher GmbH dem deutschen Mittelstand an. Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf Ihr Unternehmen? Welche Bereiche im Unternehmensprozess sind am meisten von ihr betroffen?

Ulrike Detmers: Die Auswirkungen der Digitalisierung sind überall zu spüren. Im Geschäftsbereich Technik und Produktion werden Prozessketten durch technische Optimierung im „kontinuierlichen Verbesserungsprozess“ zeitlich und kapazitätsbezogen wirtschaftlicher gemacht. Dafür investieren wir - auch um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Im Geschäftsbereich Markenmanagement, Social Marketing, Public Relations steigt mit Digitalisierung die Verbreitungsgeschwindigkeit. Wir können unmittelbar mit unseren Kunden kommunizieren. Gleichzeitig ermöglicht die Digitalisierung die papierlose Kommunikation und den Verzicht auf Gedrucktes. Marketingkosten können somit ohne Qualitätsverlust gesenkt werden. Inhouse produziere ich sehr viel, damit die Prozesskette schneller und effizienter wird.
Nichtsdestoweniger bleibt die Face-to-Face Kommunikation im Geschäftsbereich Vertrieb ein wesentlich erfolgreiches Mittel. IT fördert aber generell die Effizienz.

BVE: Welche Potenziale der Digitalisierung sehen Sie in Bezug auf Prozesse entlang der Lebensmittellieferkette?

Ulrike Detmers: Die Möglichkeiten, die sich durch die Digitalisierung ergeben, sind sehr vielfältig. Sie umfassen beispielsweise die Bestellung, Lieferung (next day delivery), e-Mobilität, Drohnentechnik und cashless pay, all das sind für uns Wertschöpfungspotentiale, die wir im Auge behalten oder sogar bereits umsetzen. Es ist wichtig, nicht den Anschluss an aktuelle Entwicklungen zu verlieren. Die Digitalisierung ist keine Zukunftsmusik, sondern längst Realität.

BVE: Und wo sehen Sie hier die größten Herausforderungen?

Ulrike Detmers: Die größte Herausforderung besteht darin, dass wir uns in allen Geschäftsbereichen mit neuen Situationen konfrontiert sehen, schließlich verändert die Digitalisierung Arbeitsstrukturen und –verfahren. Der Knackpunkt ist die Anpassungsfähigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die jüngere Generation hat es da leichter. Immerhin ist die digitale Befähigung beim talentierten Nachwuchs schon vorhanden. Hier kommt es vor allem darauf an, diese Fähigkeiten auch zu nutzen. Ältere Mitarbeiter müssen hingegen durch die Personalentwicklung im Umgang mit digitalen Aufgaben oder Strukturen geschult werden. Im Endeffekt lohnen sich diese Maßnahmen aber.

BVE: An welchen politischen Stellschrauben müsste aus Ihrer Sicht am dringendsten gedreht werden – gerade auch in Hinblick auf den Mittelstand?

Ulrike Detmers: Von der Politik wünsche ich mir vor allem Maßnahmen zur Personalentwicklung sowie Abschreibungs- und steuerliche Anreize zum Investieren. Wir befinden uns in einer sich schnell entwickelnden Phase, in der digitale Verfahren zur Normalität werden. Als Unternehmen müssen wir uns auf diese Veränderungen einstellen. Für den Mittelstand ist das aber nicht so leicht, zumal bei Umstellungen viele Kosten anfallen.

BVE: Vielen Dank für das Interview!