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Pressemitteilungen

16.07.2019, Berlin

Ernährungsindustrie für ein starkes Europa

Die Arbeitgebervereinigung Nahrung und Genuss e.V. (ANG) und die...
05.07.2019, Berlin

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 06-19

Konjunktur
Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im April 2019...

Terminkalender

05
Sep
05.09.2019 10:00 - 16:30 Uhr, HdLE, Berlin

BVE-Krisenmanagement Modul: „Krisenkommunikation & Globalisierung“

In Kooperation mit der AFC Risk & Crisis Consult veranstaltet die BVE eine neue Ausgabe ihrer Veranstaltungsreihe BVE-Krisenmanagement.
29
Okt
29.10.2019 10:00 - 16:30 Uhr, E.ON Business Solutions GmbH, 45131 Essen, Brüsseler Platz 1

BVE-Fachtagung "Energiewende in der Ernährungsindustrie"

Gemeinsam mit E.ON lädt die BVE am 29. Oktober 2019 zu einer neuen Runde ihrer Fachtagung Energie - diesmal zum Thema "Wasseraufbereitung, Prozesswassernutzung und Abwasserbehandlung" ein.
17
-
26
Jan
17.-26.01.2020, Berlin

Internationale Grüne Woche

Gemeinschaftschaftsauftritt Lebensmittelwirtschaft, Internationale Grüne Woche, 18.-27.1.2019, Berlin

Ernährung 4.0 – Digitalisierung bringt Transparenz für Industrie und Verbraucher

26.03.2019
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Digitalisierung wird als Lösung für die Herausforderungen der Branche gesehen. Doch wo stehen die Unternehmen, wenn es um digitale Anwendungen geht? Wo sehen sie Chancen und was hemmt den digitalen Wandel der Ernährungsindustrie? In einer gemeinsamen Studie von bitkom und BVE wurden mehr als 300 Unternehmen dazu befragt.

Lebensmittel aus dem 3D-Drucker, intelligente Verpackungen zur Überprüfung der Haltbarkeit und die digitale Rückverfolgung der Produkte vom Teller bis zum Acker – bereits in zehn Jahren wird sich die Lebensmittelindustrie radikal verändern. Das ist das Ergebnis der repräsentativen Umfrage unter mehr als 300 Unternehmen der Ernährungsindustrie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Demnach prognostizieren zwei Drittel der Unternehmen (68 Prozent) eine hundertprozentige Rückverfolgbarkeit bis zum Warenursprung dank digitaler Technologien wie Big Data oder Blockchain. Auch Lebensmittel in der Losgröße 1, also individuell für den Verbraucher produziert, sehen zwei Drittel (65 Prozent) als verbreitetes Szenario im Jahr 2030. Knapp jedes zweite Unternehmen meint, dass der Verbraucher mittels intelligenter Lebensmittelverpackungen die Haltbarkeit überprüfen kann (46 Prozent).

84 Prozent sehen Digitalisierung als Chance


Sieben von zehn Unternehmen (70 Prozent) sehen aktuell die Digitalisierung als große Herausforderung für die Ernährungsindustrie. Hohe Lohn- und steigende Produktionskosten (76 bzw. 74 Prozent), der zunehmende Marktwettbewerb (76 Prozent), steigende Verbrauchererwartungen und der Fachkräftemangel (je 73 Prozent) werden noch häufiger genannt.
Der Umfrage zufolge schätzt die große Mehrheit der Ernährungsindustrie (84 Prozent) die Digitalisierung zwar als Chance ein, allerdings sehen die Unternehmen noch große Hürden auf dem Weg dorthin. Beinahe neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) meinen etwa, dass der Fachkräftemangel ein Hemmnis bei der Digitalisierung ist. Nur knapp drei von zehn Unternehmen (29 Prozent) haben ein eigenes Team, das sich ausschließlich mit Digitalisierung beschäftigt, einen Chief Digital Officer haben lediglich 3 Prozent der Unternehmen. 80 Prozent sehen die hohen Investitionskosten als Bremsklotz, 77 Prozent die mangelnde Praxisreife der Technologien und sieben von zehn Unternehmen (70 Prozent) die Gefahr der Spionage von Betriebsdaten. Darüber hinaus fehlt es an Fachkräften, um die digitale Transformation aktiv zu gestalten.

Digitalisierung führt zu mehr Qualität und Nachhaltigkeit


Denn die große Mehrheit sieht eine Vielzahl von Vorteilen durch digitale Technologien in der Ernährungsindustrie. Beinahe jedes Unternehmen (98 Prozent) erwartet durch die Digitalisierung verbesserte Prozesse und höhere Produktionseffizienz. Jeweils 9 von 10 prognostizieren eine verbesserte Qualität von Produkten und mehr Nachhaltigkeit (93 Prozent) sowie mehr Transparenz in den Prozessen (90 Prozent). Mehr als 8 von 10 denken, dass der Hersteller durch Digitalisierung näher an den Verbraucher rückt (81 Prozent) und eine flexiblere Arbeitsorganisation möglich wird (76 Prozent). Ein weiterer Vorteil ist den befragten Unternehmen zufolge die höhere Individualität von Produkten und Services (66 Prozent).

Ernährungsindustrie setzt auf große Bandbreite von Technologien


Immerhin sechs von zehn Unternehmen (60 Prozent) verfolgen bereits heute eine Strategie zur Bewältigung des digitalen Wandels und eine große Mehrheit der Unternehmen setzt auch schon digitale Technologien ein. Zwei von drei Unternehmen (66 Prozent) nutzen digitale Lösungen, jedes Vierte (25 Prozent) plant konkret den Einsatz und weitere 5 Prozent diskutieren ihn. Besonders häufig kommt Cloud Computing zum Einsatz (47 Prozent) bzw. ist in Planung (15 Prozent). Ebenfalls weit verbreitet sind Roboter (Einsatz: 38 Prozent, Planung: 27 Prozent) und Big Data (Einsatz: 22 Prozent, Planung: 13 Prozent). IoT in der Fabrik gibt es bei 18 Prozent der Unternehmen, 14 Prozent planen dies. Künstliche Intelligenz (8 Prozent) und Blockchain (3 Prozent) kommen dagegen bislang kaum zum Einsatz. Nur 15 bzw. 4 Prozent der Unternehmen bereiten die Nutzung vor. Viele Unternehmen der Ernährungsindustrie haben sich schon auf den Weg gemacht und sind offen für den digitalen Wandel. Wenn man jedoch die Zukunftsszenarien mit dem heutigen Einsatz und den konkreten Planungen vergleicht, wird aber deutlich, dass Vieles noch Zukunftsmusik ist.

Klarer Rechtsrahmen und besserer Breitbandausbau gefordert


Gebraucht wird dafür aber auch die Politik: So fordern 95 Prozent der Unternehmen einen klaren Rechtsrahmen für Datensicherheit und 93 Prozent einen besseren Breitbandausbau. Auch ein praxistauglicher Datenschutz (90 Prozent) und Fördermittel für Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern (81 Prozent) stehen ganz oben auf der Wunschliste an die Politik.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Befragung, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie durchgeführt hat. Dabei wurden 304 Unternehmen der Ernährungsindustrie ab 20 Mitarbeitern in Deutschland telefonisch befragt.