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14.11.2018, Berlin

Durch bessere Aufklärung Chancen von JEFTA auch für KMUs nutzbar machen

Anlässlich der Delegationsreise des Bundesministeriums für Ernährung und...

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Internationale Grüne Woche

Gemeinschaftschaftsauftritt Lebensmittelwirtschaft, Internationale Grüne Woche, 19.-28.1.2018, Berlin

„Menschen interessieren sich wieder für das Thema Nachhaltigkeit“

04.09.2018
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„Honig von nebenan“ – Das ist das Motto des Food-Startups nearBees, das lokale Honigproduzenten durch eine Online-Plattform bei der Vermarktung ihrer Produkte unterstützt und sich damit sowohl an den Einzelhandel, an lebensmittelproduzierende Unternehmen als auch an den Endverbraucher richtet. Wir haben mit Geschäftsführer Michael Gelhaus über das Nachhaltigkeitskonzept seines Unternehmens gesprochen.

BVE: Herr Gelhaus, was bedeutet Nachhaltigkeit für Ihr Unternehmen nearBees?

Michael Gelhaus: Für nearBees bedeutet nachhaltig vor allem die regionale Herkunft von Produkten, faire Preise für Erzeuger und ökologische Verpackungs- bzw. Logistikprozesse. Supermarkthonig ist oft Mischhonig von bis zu 130 Herkunftsorten. Durch den Import aus dem Ausland ist dieser Honig weniger nachhaltig, da der Transport aus dem Ausland sehr aufwendig ist, den natürlichen Ressourcen mehr schadet und für höhere Emissionen sorgt. Unser heimischer Honig ist unbehandelt, direkt vom Erzeuger und ressourcenschonender – von der Produktion bis zur Auslieferung. Wer Honig beim Imker von nebenan kauft, der unterstützt die Bienen in der direkten Umgebung, eine artenreiche Natur und heimische Imker, die durch faire Preise ihr Hobby finanzieren können.

BVE: Welche Maßnahmen setzen Sie hier ganz konkret um?

Michael Gelhaus: nearBees hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Honigkonsum nachhaltiger zu machen. Dafür setzen wir auf neuartige Honigverpackungen, die bis zu 80 Prozent CO2 und 90 Prozent Verpackungsmaterial einsparen. Zudem bestehen unsere Verpackungen fast zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und weisen dadurch eine sehr gute Ökobilanz auf.

BVE: Was sind Herausforderungen, gibt es Grenzen und wo sehen Sie Chancen?

Michael Gelhaus: Wenn immer mehr Menschen auf die lokale Herkunft von Lebensmitteln achten und dadurch einen Großteil an Emissionen einsparen, die durch lange Transportwege anfallen, sind wir auf einem guten Weg. Durch den Konsum heimischen Honigs werden nicht nur lokale Imker unterstützt, sondern auch ein großer Teil der Pflanzen in unserer Natur bestäubt, denn etwa 80 Prozent der heimischen Pflanzenwelt ist auf eine Bestäubung durch Bienen angewiesen. Grenzen gibt es überall, aber auch Grenzen können überschritten werden, wie nearBees durch die Innovation des Honigbeutels und Honigbechers schon bewiesen hat. Ein Vorteil der heutigen Zeit ist, dass sich Menschen wieder für nachhaltigen Konsum interessieren und somit auch neue Ideen entwickelt werden, die unserer Umwelt helfen können und die Welt ein wenig nachhaltiger machen.