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  • 29.06.2017
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BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 2-18

Wachstum im Exportgeschäft

07.03.2018, Berlin
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Konjunktur

Im Dezember 2017 erzielte die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro und erreichte damit ein Wachstum um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Preisbedingt war der Absatz für Lebensmittel um 0,6 Prozent geringer als im Dezember 2016. Positiv entwickelte sich dagegen das Exportgeschäft, in dem ein Umsatz von 4,8 Milliarden Euro erwirtschaftet wurde. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einem Zuwachs von 1,4 Prozent. Das Umsatzwachstum und der konjunkturelle Aufschwung setzten für die Unternehmen Anreize die Produktion von Lebensmitteln zu verstärken. Verglichen mit dem Vorjahr erhöhte sich der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex um 2,2 Prozent.
Die Ernährungsindustrie ist zunehmend in die globalen Lebensmittellieferketten integriert. Für viele Unternehmen ist der internationale Handel eine wichtige Absatz- und Ertragsstütze. Durch die mittelständische Prägung der Branche sind der Bürokratieabbau sowie die Öffnung neuer Wachstums- und Absatzkanäle wichtig für den Erhalt der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit.


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Agrarrohstoffmärkte

Die Preise an den Agrarrohstoffmärkten hängen von Angebot und Nachfrage ab. Preisschwankungen können beispielsweise auf wechselnde Ernteerträge aufgrund der Witterungsbedingungen, aber auch auf Wechselkursschwankungen zurückgehen. Der Abwärtstrend des HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel setzte sich im Januar 2018 fort. Im Vormonatsvergleich reduzierte sich der Index um 1,8 Prozent und war mit 21,5 Prozent deutlich unter dem Wert aus dem Vorjahr. Trotz dieser Entwicklung sind die Rohstoffpreise im intensiven Wettbewerb der Branche einer der wichtigsten Kostenfaktoren.


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Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Februar 2018 waren die Unternehmen der Ernährungsindustrie zurückhaltender als im Vormonat und Vorjahr in ihrer Beurteilung und den Erwartungen an die Geschäftslage, dennoch konnte das Geschäftsklima sein positives Vorjahresniveau halten. Die verschiedenen Indikatoren der Unternehmensbefragung entwickelten sich durchwachsen. Während beispielsweise die Erwartungen der Unternehmen an die Verkaufspreise oder das Exportgeschäft zurückhaltender waren, wurde die Entwicklung der Produktion und der Auftragsbestände positiver bewertet.


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Konsumklima und Verbraucherpreise

Im Februar stieg das Konsumklima um 0,2 auf 11,0 Punkte. Die leicht gedämpften Erwartungen an Konjunktur und Einkommen werden durch die guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt gestützt. Dadurch sind die Verbraucher weiter bereit qualitativ hochwertige Lebensmittel zu konsumieren und dafür auch mehr Geld zu bezahlen.

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Im Januar stiegen die Preise für Lebensmittel um 0,8 Prozent zum Vormonat bzw. um 2,9 Prozent im Vorjahresvergleich. Währenddessen reduzierten sich die Verbraucherpreise im Vormonatsvergleich um 0,7 Prozent und damit um 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.




Die Ernährungsindustrie ist mit rund 580.030 Beschäftigten in 5.940 Betrieben der drittgrößte Industriezweig Deutschlands, zuverlässig versorgt sie 81 Millionen Verbraucher mit hochwertigen und preiswerten Lebensmitteln. Mit einer Exportquote von 33 Prozent schätzen zudem Kunden weltweit die Qualität deutscher Produkte.