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BVE-Jahresbericht 2020 PDF
BVE-Jahresbericht 2020 TATEN statt WORTE Essen ist die Grundlage unserer Existenz. Es ist sogar so grundlegend und alltäglich, dass vielen Verbrauchern die weitreichende Bedeutung unserer Errungenschaft – eine flächendeckende Versorgung mit qualitativ hochwertigen und sicheren Lebensmitteln in ganz Deutschland – erst durch die Corona-Krise wieder bewusst geworden ist. Das Angebot der deutschen Ernährungsindustrie ist so breit und vielfältig, dass jegliche Verbraucherwünsche auch während der Pandemie bedient werden können und Regale nicht lange leer stehen. Kompromisslos fordern Verbraucher nicht nur einen einwandfreien Geschmack der Lebensmittel, sondern zunehmend auch die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards. Gleichzeitig müssen die Produkte verbraucherfreundlich und erschwinglich sein. Hunderttausende Landwirte, Lebensmittelhersteller und -händler, das Handwerk und die Gastronomie wachsen jedes Jahr aufs Neue über sich hinaus und nehmen diese Herausforderungen an. Statt nur zu reden, lässt die Branche Worten Taten folgen und stellt die Weichen für eine zukunftssichere Versorgung mit geschmackvollen Lebensmitteln. Sie zeigt damit einmal mehr: Nur Wertschöpfer und nicht Wortschöpfer können Nachhaltigkeit nach vorne bringen. Ausdruck dieser Tatkraft sind unter anderem 40.000 neue Produkte, die jährlich auf den Markt kommen. Hinzu kommen veränderte Rezepturen, Verpackungen oder Herstellungsprozesse. Die vergangenen Monate haben außerdem gezeigt, dass diese Tatkraft systemrelevant und verlässlich ist. Durch das persönliche Engagement eines jeden Akteurs entlang der Wertschöpfungskette Lebensmittel konnte die Versorgung mit Nahrungsmitteln trotz Corona-Krise sichergestellt werden. Der Blick zurück auf 2019 zeigt ein gutes Jahr. Obwohl das Wirtschaftswachstum gedämpft war und Handelsschwierigkeiten nach wie vor das volle Potenzial dämpften, konnte die deutsche Ernährungsindustrie erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. So ließ sich der Umsatz um 3,2 Prozent steigern. Dieser Jahresbericht ist ein Beleg für den Erfolg der Lebensmittelhersteller und ihres Dachverbandes, der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie. Hieran haben vor allem unsere Mitglieder einen entscheidenden Anteil. Die Unterstützung und das Vertrauen für und in das Team der BVE sind herausragend. Dafür danken wir ganz herzlich! Wir werden auch in diesem Jahr mit voller Kraft für die Interessen unserer Mitglieder eintreten und unsere Stimme wahrnehmbar erheben. Gemeinsam meistern wir die Herausforderungen dieser Krise. Wir wünschen Ihnen nichtsdestoweniger ein gutes und erfolgreiches Jahr 2020 - und einen hoffnungsvollen Blick Richtung 2021!
Ernährungsindustrie.2020 PDF
Ernährungsindustrie.2020 Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Kerndaten der Ernährungsindustrie 2019.
Ernährungsindustrie.2019 PDF
Ernährungsindustrie.2019 Erfahren Sie hier mehr über die wichtigsten Kerndaten der Ernährungsindustrie 2019.
BVE auf einen Blick: Die starke Stimme für die Ernährungsindustrie, Stand: 17.5.2019 PDF
BVE auf einen Blick: Die starke Stimme für die Ernährungsindustrie, Stand: 17.5.2019 Erfahren Sie mehr über das Selbstverständnis und die Aufgaben der BVE.
BVE-Broschüre: FAKT: ist 5: Nachhaltiges Palmöl PDF
BVE-Broschüre: FAKT: ist 5: Nachhaltiges Palmöl Mit der Reihe FAKT: ist informiert die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie über Themen rund um Lebensmittel, die die Branche, Politik, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit bewegen. Palmöl ist weltweit das bedeutendste Pflanzenöl und ein wichtiger Rohstoff in der Lebensmittelherstellung. Immer wieder steht Palmöl wegen Regenwaldrodung, der Gefährdung bedrohter Tierarten sowie Konflikten über Landrechte in der Kritik. Die fünfte Ausgabe der Reihe informiert über die Herstellung und Verwendung von Palmöl und zeigt auf, welchen Beitrag die deutsche Ernährungsindustrie für mehr Nachhaltigkeit in der Palmöllieferkette leistet.
PwC/BVE-Exportbarometer Mai 2018 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Mai 2018 Die aktuelle Geschäftslage in den Auslandsmärkten insgesamt wird von den Exportleitern ähnlich wie in den beiden Befragungswellen zuvor beurteilt: Der Saldo aus positiven und negativen Urteilen liegt bei 57%-Punkten. Es gibt jedoch Unterschiede zwischen den Branchen: Während sich bei Backwaren die Geschäftslage im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert hat (80%-Punkte, +21%-Punkte), verzeichnen alkoholfreie Getränke, Süßwaren und Feinkost/Fertiggerichte einen Rückgang von ca. 20%-Punkten. Die Entwicklung der Geschäftserwartung für die kommenden 6 Monate wird insgesamt etwas pessimistischer gesehen als 2017 und geht um 5%-Punkte zurück. Während die Branchen Molkerei-produkte (45%-Punkte, +9%-Punkte im Vergleich zu Dez. 2017) und Bier (32%-Punkte, +6%-Punkte) mit mehr Optimismus auf die kommenden Monate blicken, ist man bei den übrigen Branchen insbesondere bei Backwaren (38%-Punkte, -27%-Punkte) und Obst- und Gemüseverarbeitung (28%-Punkte, -17%-Punkte) eher skeptisch. Entsprechend hat sich das Exportklima der deutschen Ernährungswirtschaft negativ entwickelt. Der Index, der aus der Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartung ermittelt wird, ist im Vergleich zum Winter 2017 um 4%-Punkte auf aktuell 42%-Punkte gesunken. Dies gilt insbesondere für die Branchen alkoholfreie Getränke (43%-Punkte, -14%-Punkte), Feinkost/Fertiggerichte (52%-Punkte, -14%-Punkte) und Süßwaren (44%-Punkte, -13%-Punkte).
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2017 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2017 Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage wird von den Exportleitern als stärker zum Vorjahr beurteilt: Der Saldo aus positiven und negativen Urteilen legte um 8%-Punkte auf nun 58%-Punkte zu. Dieses Jahr beurteilen insbesondere die Branchen Öle (61%-Punkte, +42%-Punkte) Feinkost/Fertiggerichte (81%-Punkte, +37%-Punkte) und alkoholfreie Getränke (79%-Punkte, +24%-Punkte) die aktuelle Geschäftslage positiv. Die Entwicklung der Geschäftserwartung für die kommenden 6 Monate wird je nach Branche unterschiedlich gesehen, wobei sich fast durchgängig deutliche Unterschiede zur Vormessung zeigen. Während man derzeit insbesondere bei Backwaren (65%-Punkte, +43%-Punkte) sowie Obst- und Gemüseprodukten (45%-Punkte, +17%-Punkte) und Fleisch- und Wurstwaren (34%-Punkte, +20%-Punkte) mit mehr Optimismus auf die kommenden Monate blickt, ist man bei Molkereiprodukten (36%-Punkte, -9%-Punkte), Öl (23%-Punkte, -11%-Punkte), Bier (26%-Punkte, -8%-Punkte) und alkoholfreien Getränken (37%-Punkte, -14%-Punkte) eher skeptisch. Das Exportklima der deutschen Ernährungswirtschaft steigt erneut. Der Index, der aus der Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartung ermittelt wird, hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5%-Punkte auf aktuell 46%-Punkte erhöht. Spitzenwerte erreichen vor allem die Hersteller von Feinkost/Fertiggerichten (66%-Punkte, +27%-Punkte), Ölen (41%-Punkte, +24%Punkte) und alkoholfreien Getränke (57%-Punkte, +15%-Punkte).
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Deutscher Agraraußenhandel 2015 PDF
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Deutscher Agraraußenhandel 2015 Deutsche Lebensmittel werden nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland sehr geschätzt. Die deutsche Landwirtschafts- und Ernährungsbranche ist bekannt für ihre Innovationen, ihre Produktivität und ihre qualitativ hochwertigen, sicheren und vielfältigen Produkte. Zur Sicherung und Steigerung von Wertschöpfung, Wohlstand und Arbeitsplätzen in Deutschland – insbesondere auch in den ländlichen Räumen – sind Exporte eine wichtige Säule dieser Branche.
PwC/BVE-Exportbarometer Mai 217 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Mai 217 Das Exportklima der Ernährungsindustrie ist im Mai 2017 deutlich angestiegen. Der Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen stieg im Vorjahresvergleich um +8 Punkte auf 44 Punkte. Getragen wird der positive Trend durch die verbesserte aktuelle Geschäftslage. Bei der Mehrzahl der Teilbranchen verbesserte sich das Exportklima gegenüber dem Vorjahr, nur die Exporteure von Bier, Backwaren und Öl zeigten sich pessimistischer. Die wichtigsten Exportmärkte sind laut Einschätzung der Unternehmen derzeit die Niederlande, Frankreich, die Schweiz, Österreich, Italien, die USA und China. Der Anteil der Unternehmen, die auch in Länder außerhalb der EU exportieren, lag im Vorjahresvergleich konstant bei 74 Prozent. Die Erwartungen an einen steigenden Absatz in den nächsten sechs Monaten verbesserten sich für die Niederlande, Frankreich, Belgien und Spanien sowie für China und Japan. Lebensmittelexporteure erwarten negative Folgen des Brexit Jeden dritten Euro verdienen deutsche Lebensmittelhersteller heute im Ausland, der Für die Ernährungsindustrie ist das Vereinigte Königreich mit einem Exportvolumen von jährlich 4,2 Milliarden Euro der fünftgrößte Absatzmarkt. Angesichts der ungewissen wirtschaftlichen Beziehungen zu Großbritannien nach dem Brexit betrachten die Unternehmen der Ernährungsindustrie die Entwicklungen besorgt. In der aktuellen Befragung äußerten 49 Prozent der Unternehmen, dass sie negative Folgen des Brexit für die wirtschaftliche Entwicklung der Branche befürchten, 43 Prozent erwarten keinen Einfluss. Während eine Mehrheit von 54 Prozent der Unternehmen keine Auswirkungen auf die Gesamtexporte annimmt, gehen 61 Prozent der Unternehmen zumindest von sinkenden Exporten in das Vereinigte Königreich aus. Die Erwartungen sind jedoch von Branche zu Branche unterschiedlich; so erwartet beispielsweise die Backwarenindustrie negative Folgen des Brexit für ihr gesamtes Exportgeschäft. Da nur knapp die Hälfte der Unternehmen überhaupt im Exportgeschäft mit Großbritannien aktiv ist, liegt der Anteil der UK-Exporte am Gesamtexport bei der Mehrheit der Teilbranchen und Unternehmen unterhalb von 10 Prozent. Unternehmen sehen Zollfreiheit als wichtigstes Ziel nach dem Brexit Damit das Vereinigte Königreich für die Ernährungsindustrie ein attraktiver Absatzmarkt bleibt, sprechen sich 74 Prozent der Unternehmen für einen zollfreien Marktzugang als wichtigstes Ziel nach den Austrittsverhandlungen aus. Immerhin 60 Prozent fordern dabei auch die Vermeidung von nicht-tarifären Handelshemmnissen wie beispielsweise abweichende Produkt- oder Kennzeichnungsvorschriften. Die Branche bereitet sich aber auch darauf vor, auf mehrere alternative Märkte auszuweichen, um fehlendes UK-Geschäft zu kompensieren. Für 43 Prozent der Unternehmen kommen dazu andere EU-Märkte in Betracht, 29 Prozent erwägen Märkte außerhalb der EU und 22 Prozent rechnen mit einer Verlagerung zugunsten des Heimatmarkts Deutschland. 36 Prozent haben noch keine Alternative in Aussicht.
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2016 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2016 Die aktuelle Geschäftslage in den Auslandsmärkten wird von den Exportleitern etwas besser beurteilt, als noch vor einem halben Jahr. Der Saldo aus positiven und negativen Urteilen stieg um 11%-Punkte von 39%-Punkten auf 50%-Punkte an. Zwischen den einzelnen Branchen gibt es jedoch Unterschiede. Besonders positiv wird die Geschäftslage von den Branchen Backwaren (77%-Punkte), Molkereiprodukten (58%-Punkte) und Fleischwaren (56%-Punkte) bewertet. Die Entwicklung der Geschäftserwartung für die kommenden 6 Monate wird je nach Branche unterschiedlich gesehen. Während man bei Obst-und Gemüseverarbeitung (43%-Punkte), Bier (42% Punkte) und Molkereiprodukten (33%-Punkte) mit mehr Optimismus auf die kommenden Monate blickt, ist man bei den übrigen Branchen eher skeptisch. Das Exportklima der deutschen Ernährungswirtschaft hat sich im Dezember 2016 nach vorangegangen dreimaliger Eintrübung nun wieder aufgehellt. Der Index, der aus der Beurteilung von Geschäftslage und Geschäftserwartung ermittelt wird, hat im Vergleich zum Frühjahr dieses Jahres um 5%-Punkte von 36%-Punkte auf 41%-Punkte zugelegt. Spitzenwerte erreichen vor allem die Hersteller von Backwaren (58%-Punkte) und Bier (52%-Punkte).
BVE-Broschüre: FAKT: ist 4: Lebensmittelqualität PDF
BVE-Broschüre: FAKT: ist 4: Lebensmittelqualität Mit der Reihe „FAKT: ist“ befasst sich die BVE regelmäßig mit aktuellen Themen der Ernährungsindustrie und trägt zu einer sachlichen, faktenbasierten Aufklärung bei. Laut Duden ist Qualität „die Gesamtheit der charakteristischen Eigenschaften eines Produktes“. Je nach Blickwinkel – sei es aus politischer, Hersteller, Händler- oder Verbrauchersicht – werden unterschiedliche Anforderungen an Lebensmittel und den Qualitätsbegriff gestellt. Entscheidend aber ist letztendlich das Urteil des Verbrauchers, denn seine Vorlieben bestimmen den Markt. Die vierte Ausgabe der Reihe zeigt diese unterschiedlichen Anforderungen an Lebensmittel auf und erläutert anhand von zahlreichen Beispielen, wie Lebensmittelqualität entlang der Wertschöpfungskette gewährleistet werden kann.
Lebensmittel: Qualität? Sicherheit? Genuss? PDF
Lebensmittel: Qualität? Sicherheit? Genuss? Wir essen täglich und wir machen uns auch Gedanken darüber, was wir zu uns nehmen. Und zwar immer intensiver. Das belegen Studien. Doch wir denken wahrscheinlich noch immer nicht genug darüber nach, wie wichtig Lebensmittel für uns sind und was wir essen wollen und was nicht. Oftmals ist es auch gar nicht so einfach, die gewünschten Informationen zu erhalten. Immerhin jeder vierte deutsche Konsument fühlt sich einer Umfrage zufolge unzureichend über Lebensmittel informiert. Tatsächlich gibt es viel Wissenswertes über die lange Wertschöpfungskette der Nahrungsmittelproduktion. Sie beginnt bei Zulieferern der Landwirtschaft und endet im Supermarkt oder in der Gastronomie. Hinter der Vielfalt und Frische, die wir dort erhalten, stecken in der Regel große Leistungen auf allen Ebenen. Amtliche Kontrollen und kritische Blicke der Öffentlichkeit tragen aber auch zur Qualität im Lebensmittelsektor bei. Und fest steht: Da wir uns immer bewusster ernähren, werden wir künftig eher noch genauer hinschauen. Die Lebensmittelindustrie wird das zu weiteren Leistungen anspornen. Diese Broschüre ist eine Publikation des Reflex Verlages in Kooperation mit der BVE.
PwC/BVE-Exportbarometer Juni 2016 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Juni 2016 Die aktuelle Geschäftslage in den Auslandsmärkten schätzen die Exportunternehmen weniger positiv ein als noch im Mai 2015. Der Saldo der positiven und negativen Einschätzungen beträgt aktuell 39%-Punkte und ist damit deutlich unter dem Wert des Vorjahres (-18%-Punkte). In den Branchen Bier (73%-Punkte) und alkoholfreie Getränke (57%-Punkte) hat sich die Geschäftslage deutlich verbessert. In den Branchen Fleisch (-7%-Punkte), Fleischwaren (6%-Punkte) und Molkereiprodukte (34%-Punkte) hat sich die Geschäftslage am meisten verschlechtert. Die Geschäftserwartungen für das kommende Halbjahr sind ebenfalls durchwachsen: Mit 33%-Punkten fallen die Erwartungen auch hier wesentlich pessimistischer aus als noch im Vorjahr (-7%-Punkte). Die Branchen Feinkost und Fertiggerichte (73%-Punkte) sowie Backwaren (50%-Punkte) blicken allerdings optimistisch auf das kommende Halbjahr. Das Exportklima in der Ernährungsindustrie ist im Juni 2016 zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Das Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen erzielte 36%-Punkte und liegt damit um -12%-Punkte unter dem Rekordwert des Vorjahres. Den deutlichsten Stimmungsrückgang verzeichnen die Branchen Fleisch (8%-Punkte, -11%-Punkte im Vergleich zum Vorjahreswert), Fleischwaren (14%-Punkte, -32%-Punkte) und Molkereiprodukte (29%-Punkte, -39%-Punkte).
BVE-Broschüre: FAKT: ist 3: Lebensmittelverpackung – Von der Entsorgung zum Recycling PDF
BVE-Broschüre: FAKT: ist 3: Lebensmittelverpackung – Von der Entsorgung zum Recycling Mit der Reihe „FAKT: ist“ befasst sich die BVE regelmäßig mit aktuellen Themen der Ernährungsindustrie und trägt zu einer sachlichen, faktenbasierten Aufklärung bei. Der dritte Teil trägt den Titel "Lebensmittelverpackung – Von der Entsorgung zum Recycling". Für die Verpackungsentsorgung in Deutschland sind nach der Verpackungsverordnung Hersteller und Handel per Gesetz verantwortlich. 1990 gründeten unter anderem Unternehmen der Lebensmittel- und Verpackungsbranche sowie des Handels daher das Duale System Deutschland (DSD), zusätzlich zum bestehenden öffentlichrechtlichen Abfallbeseitigungssystem. Nun soll das sogenannte Wertstoffgesetz die bestehende Verpackungsverordnung ersetzen. Dies stellt die Ressourcenbewirtschaftung und den Umweltschutz in Deutschland vor einen Quantensprung. Das vorliegende FAKT:ist soll über die Produktverantwortung der Hersteller sowie das weltweit einmalige deutsche duale System der Abfallentsorgung informieren und einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen geben.
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2015 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2015 Das Exportklima der Ernährungsindustrie übertraf im Dezember 2015 das Vorjahresniveau. Der Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen verbesserte sich um +8 Punkte auf +42 Punkte. Die üblichen saisonalen Effekte ließen das Exportklima jedoch gedämpfter ausfallen als im Sommer 2015. Die Entwicklungen trafen gleichermaßen auf die positiven Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage sowie die Erwartungen an das Exportgeschäft in den kommenden sechs Monaten zu. Die Stimmungslage in den einzelnen Branchen bleibt heterogen. Überdurchschnittlich positiv zeigt sich das Exportklima aktuell in den Branchen Backwaren, Feinkost, Bier, Molkereiprodukte, Süßwaren, Öl sowie der Obst- und Gemüseverarbeitung.
BVE/PwC-Publikation: "Ernährung 4.0" PDF
BVE/PwC-Publikation: "Ernährung 4.0" Aus aktuellem Anlass hat die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie gemeinsam mit PricewaterhouseCoopers (PwC) eine Publikation zum Thema Industrie 4.0 in der Lebensmittelindustrie veröffentlicht. Auf 15 Seiten steht beschrieben, wie Unternehmen sich bei hohem Wettbewerbsdruck und anspruchsvollen Konsumenten durch ständigen Fortschritt als drittgrößter Exporteur und Importeur weltweit behaupten können. Die Digitalisierung und intelligente Vernetzung von horizontalen wie vertikalen Wertschöpfungsprozessen birgt den Vorteil, die Transparenz, Planungssicherheit, Qualität und Kundenorientierung in der Lebensmittelherstellung zu verbessern. Der Einsatz intelligenter Informationstechnik-und Softwaresysteme hält bereits in der Branche Einzug und macht die Potenziale digitalisierter und vernetzter Systeme deutlich. Eine zunehmende Digitalisierung führt aber auch zu neuen Herausforderungen. Um die Sicherheit von Produkten, Informationen und Produktionsprozessen nicht zu gefährden, ist heute die Vernetzung häufig noch auf einen Produktionsstandort beschränkt. Die Verbesserung der IT-Sicherheit spielt daher eine zunehmend wichtige Rolle für die Unternehmen.
BVE-Broschüre: FAKT: ist 2: "Lebensmittelverschwendung" PDF
BVE-Broschüre: FAKT: ist 2: "Lebensmittelverschwendung" Mit der Reihe „FAKT: ist“ befasst sich die BVE regelmäßig mit aktuellen Themen der Ernährungsindustrie und trägt zu einer sachlichen, faktenbasierten Aufklärung bei. Der zweite Teil trägt den Titel "Lebensmittelverschwendung". Die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung ist zunehmend Mittelpunkt nationaler und internationaler Debatten. Die vorliegende "FAKT: ist"-Ausgabe erläutert Hintergründe zu Ursachen und Folgen von Lebensmittelverschwendung und zeigt, welchen Beitrag die Ernährungsindustrie leistet, um Lebensmittelabfälle zu minimieren. Lecker, nahrhaft, wertvoll – Lebensmittel sind unsere täglichen Mittel zum Leben. Fünf Millionen Beschäftige in der Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, Gastronomie, Catering sowie Groß- und Einzelhandel produzieren in Deutschland tagtäglich qualitativ hochwertige Lebensmittel zum Wohle der Verbraucher. Ihre Leistung und ihre Produkte verdienen Anerkennung und Wertschätzung. Trotzdem landen Jahr für Jahr viele Lebensmittel auf dem Müll. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt, dass jährlich rund 1,3 Milliarden Tonnen weggeworfen werden; das entspricht rund einem Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. Die Ursachen hierfür sind vielfältig und reichen von technisch bedingten Nachernteverlusten aufgrund mangelhafter Lagerkapazitäten bis hin zum achtlosen Wegwerfen in Privathaushalten. Die Auswirkungen der Lebensmittelverschwendung sind enorm. Bereits heute leiden weltweit über 800 Millionen Menschen an Hunger. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung um zwei Milliarden auf über neun Milliarden Menschen ansteigen. Außerdem sind die nicht verzehrten Lebensmittel laut FAO verantwortlich für einen Ausstoß von Treibhausgasen sowie einer Wasser- und Landnutzung in der Größenordnung wie sie in den USA, China, Indien oder Russland in Anspruch genommen werden. Angesichts weltweit begrenzter Produktionsflächen und -kapazitäten ist es deshalb notwendig, mit den vorhandenen Ressourcen so sorgsam und effizient wie möglich umzugehen. Dies gilt für alle Beteiligten in der Lieferkette, von der Landwirtschaft über die Industrie, den Handel, Außer-Haus-Markt und Gastronomie bis hin zu den privaten Haushalten.
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2015 PDF
PwC/BVE-Exportbarometer Dezember 2015 Das Exportklima in der Ernährungsindustrie hat im Mai 2015 wieder zugelegt. Nach einem saison- und konjunkturbedingten Stimmungstief im Winter 2014 konnte sich der Saldo aus Geschäftslage und -erwartungen über das Vorjahresniveau hinaus um +3 Punkte auf +48 Punkte verbessern. Dabei nahmen die positiven Einschätzungen zur aktuellen Geschäftslage stärker zu als die Erwartungen an das Exportgeschäft in den kommenden sechs Monaten. Die Stimmungslage in den einzelnen Branchen ist jedoch sehr unterschiedlich. Während das Exportklima bei den Herstellern von Molkereiprodukten, Fleisch- sowie Backwaren weit über das Vorjahresniveau stieg, blieb es bei den Fleisch- und Bierexporteuren deutlich darunter.
BVE-Broschüre: FAKT: ist 1: "Transatlantic Trade and Investmentpartnership“ (TTIP) PDF
BVE-Broschüre: FAKT: ist 1: "Transatlantic Trade and Investmentpartnership“ (TTIP) Mit der Reihe „FAKT: ist“ befasst sich die BVE regelmäßig mit aktuellen Themen der Ernährungsindustrie und trägt zu einer sachlichen, faktenbasierten Aufklärung bei. Der erste Teil trägt den Titel „Transatlantic Trade and Investmentpartnership“ (TTIP). Die Chancen und Risiken des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA werden öffentlich stark diskutiert. Häufig werden Mutmaßungen mehr Beachtung geschenkt als bestehenden Tatsachen. Dabei haben die Verhandlungsführer sowie die Bundesregierung in zahlreichen Statements und Publikationen offene Fragen beantwortet und Unsicherheiten beseitigt. Aus Sicht der BVE werden diese Fakten jedoch nur unzureichend angenommen. Daher hat der Spitzenverband die für die Ernährungsindustrie wichtigsten Themen aus diesen Veröffentlichungen in dieser Broschüre komprimiert und mit den Chancen für die Branche untermauert. Die Broschüre beantwortet häufig gestellte Fragen: Worum geht es bei TTIP? Greift TTIP in die Gesetzgebung ein? Kann TTIP unsere Standards ändern und welchen Einfluss hat TTIP auf das deutsche Lebensmittelangebot?
BVE-Broschüre: Moderne industrielle Lebensmittelproduktion PDF
BVE-Broschüre: Moderne industrielle Lebensmittelproduktion Konsumenten stehen im Fokus der Ernährungsindustrie. Ihren Bedürfnissen und Ansprüchen an Lebensmittel müssen die Hersteller in qualitativer und quantitativer Hinsicht entsprechen. Den damit verbundenen Herausforderungen stellen sich die Unternehmen der Ernährungsindustrie an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Sowohl im In- als auch im Ausland bieten sie vielen Millionen Verbrauchern mit über 170.000 verschiedenen Produkten ein Lebensmittelangebot, das ebenso vielfältig wie hochwertig ist. Möglich wird dies allein durch den Einsatz bester Rohstoffe und einer modernen Produktionstechnologie. Nur die industrielle Lebensmittelproduktion kann dem Anspruch der Verbraucher nach qualitativ gleichbleibenden, sicheren, innovativen, aber auch preiswerten Produkten sowie jederzeitiger Verfügbarkeit gerecht werden. Die Ernährungsindustrie misst ihren Erfolg an der Zufriedenheit ihrer Kunden: 91 Prozent der Verbraucher sind mit der Qualität und Vielfalt der Lebensmittel in Deutschland zufrieden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des damaligen Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die im Januar 2013 durchgeführt wurde.
 

Ernährungsindustrie legt beim Umsatz deutlich zu

17.01.2007, Berlin
Die Ernährungsindustrie blickt auf eines der erfolgreichsten Geschäftsjahre seit der Wiedervereinigung zurück. Der Gesamtumsatz 2006 betrug nach Schätzungen der BVE 138,6 Mrd. €. Damit erreichte die Branche ein nominales Wachstum von 3,7%. Preisbereinigt stieg der Umsatz um 2,5%.

Exportentwicklung


Der Schlüssel für den Erfolg deutscher Lebensmittelhersteller lag wie schon in den letzten Jahren vor allem im Export. Die Ausfuhren überschritten erstmals die 30-Mrd.-€-Grenze und erreichten nach BVE-Berechnungen 32,4 Mrd. €. Das entspricht einem Zuwachs von 10,2%. Erfolge erzielten die deutschen Lebensmittel vor allem im Europäischen Binnenmarkt und in Osteuropa.

Wertmäßig haben Molkereiprodukte an den deutschen Exporten mit 3,8 Mrd. Euro (Jan bis Sept. `06) den größten Anteil, gefolgt von Fleisch- und Fleischwaren (rd. 2,4 Mrd. Euro) sowie Backwaren und andere Zubereitungen aus Getreide (rd. 1,8 Mrd. Euro). Fleisch und Fleischwaren verzeichneten die höchsten Steigerungsraten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit mehr als 19%. Aber auch die Exporte von Käse (+14,4%), Zucker und Zuckererzeugnissen (+9,8%) konnten sich erheblich verbessern.

Angesichts des demographischen Wandels in Deutschland und vielen anderen westeuropäischen Ländern ist die Branche auf die erfolgreiche Erschließung expandierender Märkte in Osteuropa und Asien angewiesen. Aufgrund ihrer mittelständischen Prägung braucht die Ernährungsindustrie bei ihrem Weg zur Internationalisierung die Unterstützung der Bundesregierung und eine gezielte Förderung bei ihren Marketingmaßnahmen im Ausland. Die von der Agrarwirtschaft durch den Absatzfonds zur Verfügung gestellten Mittel für die Exportförderung durch die CMA erfüllen dabei eine äußerst wichtige Funktion und kommen letztlich auch der deutschen Agrarwirtschaft zugute. Die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz angekündigte Unterstützung im Export nimmt die Ernährungsindustrie gerne an und wird sich aktiv in die Zusammenarbeit einbringen.

Inlandsmarktentwicklung


Im Inland kam es im hart umkämpften Lebensmittelmarkt nur zu einer Umsatzsteigerung von 1,9% auf 106,2 Mrd. €. Die verbesserte Stimmung der Konsumenten und positive Nachfrageeinflüsse durch die Fußballweltmeisterschaft haben die wichtigen Impulse dazu gegeben. Die Haushalte haben 2006 bei Lebensmitteln aber auch stärker zu qualitativ hochwertigen Produkten gegriffen – dies ist deutlich abzulesen an den durchschnittlich bezahlten Preisen für Güter des täglichen Bedarfs. Dieser Wandel im Einkaufsverhalten ist für die Ernährungsindustrie eine sehr erfreuliche Botschaft, die Perspektiven für eine innovative und qualitätsorientierte Weiterentwicklung der Angebotspalette schafft. Eine positive Entwicklung haben Bio-Lebensmittel genommen, deren Umsatz sich 2006 auf schätzungsweise 4,8 Mrd. € (+17% gegenüber 2005) erhöht hat. Die Akzeptanz bei den Verbrauchern für diese Produkte steigt weiter. Die Agrarwirtschaft sollte die Chance ergreifen, marktorientiert ihr Angebot auszuweiten.

Aussichten 2007


Für 2007 erwartet die Ernährungsindustrie weiter eine positive Konjunkturentwicklung im deutschen Markt wie auch im internationalen Geschäft. Alle Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute sehen den privaten Konsum für 2007 und 2008 als den entscheidenden Wachstumsträger in Deutschland. Die Mehrwertsteuererhöhung zu Jahresbeginn, steigende Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge sowie wegfallende Steuervorteile belasten die Kaufkraft der Konsumenten 2007 zwar massiv und abgesenkte Beiträge zur Arbeitslosenversicherung werden dies nur teilweise ausgleichen. Dennoch erwarten die Konjunkturforscher, dass dies unter Beibehaltung der verbesserten Beschäftigungslage lediglich zu einer vorübergehenden „Konsumdelle“ führen wird.

Im Zuge der Diskussion um die Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhung ist immer wieder der Vorwurf vorgezogener, ungerechtfertigter Preiserhöhungen erhoben worden. Dazu ist in aller Deutlichkeit zu sagen, dass Lebensmittel mit Ausnahme des Getränkebereichs weiter mit dem ermäßigten Steuersatz von 7% belegt sind. Preisanpassungen im vergangenen Jahr gingen auf effektive Kostensteigerungen in den Bereichen Rohstoffe und Energie zurück, die die Unternehmen in ihren Abgabepreisen über den Handel teilweise an die Verbraucher weiter gegeben haben. Insgesamt ist der Preisanstieg bei Nahrungsmitteln 2006 mit 2% als moderat zu bezeichnen.

Reformpolitik fortsetzen


Damit sich die positiven Erwartungen der Ernährungsindustrie an das Jahr 2007 erfüllen können, fordert sie von der Politik, konsequent die notwendigen Reformen in Deutschland zu ergreifen, die die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen stärken und den Aufschwung im Inland nachhaltig stabilisieren. Dazu gehören die Umsetzung der Unternehmensteuerreform und eine Gesundheitsreform, die die Belastung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in vernünftigen Grenzen hält.

Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sollte von der Bundesregierung genutzt werden, um wichtige Initiativen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft auf den Weg zu bringen. Dazu gehört der Abbau ebenso wie die Vermeidung künftiger bürokratischer Belastungen in Deutschland und Europa. Als ein Beispiel ist die dringend notwendige Überarbeitung und auch Vereinfachung des umfangreichen und zersplitterten Rechtes der Lebensmittelkennzeichnung zu nennen; es stellt die anbietende Seite vor große Schwierigkeiten, es vermittelt dem Verbraucher nur wenig wirklich verwertbare Informationen.

Das Vorhaben der EU-Kommission, die 21 bestehenden Agrar-Marktordnungen in einer einzigen Marktordnung zusammenzufassen, begleitet die BVE kritisch. Grundsätzlich begrüßt die Ernährungsindustrie die Absicht, das Agrarrecht transparenter zu gestalten und zu vereinfachen. Die einzelnen Sektoren müssten dann allerdings alle Änderungen der Marktordnung mitverfolgen und im Einzelnen auf ihre Relevanz für den Produktbereich prüfen, wo sonst nur die speziellen Änderungen für die jeweilige Marktordnung zu verfolgen waren. Dies verursacht einen höheren Aufwand für alle Anwender und damit höhere Kosten. Damit steht das Vorhaben in klarem Widerspruch zu seinen Zielen, Vereinfachung und mehr Transparenz zu schaffen.

Die Ansätze zum Thema „Entbürokratisierung“ oder „better regulation“ in Berlin und Brüssel sind viel versprechend; für die Ernährungsindustrie haben sie bisher jedoch noch keine Fortschritte gebracht. Mit der Weigerung des Bundespräsidenten, das Verbraucherinformationsgesetz zu unterschreiben, verbinden wir jedoch eine Hoffnung, dass der Gesetzgeber dieses deutliche Signal zum Anlass nimmt, sorgfältiger die verfassungsrechtlichen Grundlagen und auch die Grenzen für die Eingriffe in die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit zu prüfen und zu respektieren. Seit Jahren schränkt er die Freiheit unserer Unternehmen immer mehr ein, ohne dass dies durch übergeordnete Gesichtspunkte wirklich gerechtfertig ist. Dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden. In diesem Zusammenhang ist auch der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes zu zitieren, der in einem Vortrag im April 2006 ausführte:

„Ein Gesetzgeber, der auf Verständlichkeit und Transparenz, auf Systematik und Folgerichtigkeit, auf Akzeptanz und konsequente Durchsetzung seiner Normen achtet, sollte deshalb von ganz allein zu einer – auch quantitativ – maßvollen Gesetzesproduktion gelangen.“

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Energiepolitik


Eine große Belastung für Unternehmen stellen die hohen Energiepreise dar. Die Preise für Gas und Strom, die Industrieabnehmer in Deutschland zu entrichten haben, steigen seit Jahren kontinuierlich. Mittlerweile gehören sie zu den höchsten in Europa. Industrieunternehmen in Frankreich und Spanien zahlen beispielsweise rund 45% weniger für Strom.

Die mittelständische Ernährungsindustrie leidet unter dieser Situation ganz besonders, weil sie in der Regel nicht über internationale Standortalternativen verfügt, aber dennoch mit entsprechenden Nahrungsmittelherstellern aus diesen Ländern in unmittelbarem Wettbewerb steht.

Die hohen Energiepreise in Deutschland gehen auf das Angebotsmonopol auf der Erzeugerseite zurück; die vier größten Unternehmen Eon, RWE, Vattenfall und EnBW decken rund 80% der Energieerzeugung ab. Es besteht kein hinreichend funktionierender europäischer Energiebinnenmarkt – den Energieverbrauchern ist es nicht möglich, kostengünstig Energie aus anderen Staaten zu beziehen. Die Strompreise werden darüber hinaus mit öffentlichen Abgaben (Konzessionsabgabe, Ökosteuern, Kraft-Wärme-Kopplungsumlage, Erneuerbare-Energien-Umlage, Emissionshandel) belastet. Diese Situation verschafft Deutschland einen Wettbewerbsnachteil im internationalen Vergleich.

Die Politik ist deshalb gefordert, Maßnahmen zu ergreifen, die dieser Situation entgegenwirken. Die vorgesehene Verschärfung einer kartellrechtlichen Missbrauchsaufsicht für den Energiesektor stellt einen ersten Ansatz dar, um gegenzusteuern. Entscheidend ist aber, dass es gelingt, mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt zu schaffen. Den Unternehmen in Deutschland muss es ermöglicht werden, dort Energie beziehen zu können, wo sie am günstigsten ist.

Für den Elektrizitätsmarkt erfordert dies insbesondere eine effiziente Netzregulierung sowie die Schaffung von Anreizen zum Netzausbau, um den internationalen Handel zu vereinfachen. In entsprechender Weise muss auf dem Erdgassektor die Netzregulierung gestaltet werden. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sollte dazu genutzt werden, die entsprechenden Akzente zu setzen.

Sämtliche mineralölbasierten Produkte – neben Treibstoffen aller Art auch Kunststoffverpackungen – haben sich in Abhängigkeit vom Ölpreis stark verteuert. In dieser Situation ist der Einsatz preisgünstiger, alternativer Energien grundsätzlich richtig. Jedoch hat die starke Verwendung von landwirtschaftlichen Rohstoffen, insbesondere Rapsöl, im Energiebereich auch zu deutlichen Preissteigerungen und Mengenverknappungen an den Märkten für landwirtschaftliche Rohwaren geführt.

Bei der Ausweitung des Einsatzes nachwachsender Rohstoffe zur Energieerzeugung muss deshalb sorgfältig auf die ausreichende Verfügbarkeit von Rohstoffen zu bezahlbaren Preisen für die Lebensmittelverarbeitung geachtet werden. Geschieht dies nicht, werden erhebliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln die Folge sein, den dann eventuellen Einsparungen an der Tankstelle gegenüberstehen. Der Ausbau von alternativen Energien darf nicht zu Lasten der Unternehmen der Ernährungsindustrie erfolgen.

Ernährungspolitik


Die deutsche Ratspräsidentschaft hat angekündigt, die Aktivitäten für Kinder und Jugendliche zur Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung voranzutreiben. Die in Deutschland mit der Plattform Ernährung und Bewegung (peb) gesammelten Erfahrungen sollten dabei wichtige Impulse geben, um das Problem Übergewicht mit einem gesamtgesellschaftlichen und multikausalen Lösungsansatz zu bekämpfen.

In der Plattform engagieren sich neben der Bundesregierung, der Wissenschaft, dem Bundeselternrat, den Krankenkassen, der Gewerkschaft NGG die Ernährungsindustrie mit Verbänden und Unternehmen. Die Plattform verfolgt entsprechend den Ursachen für das Übergewicht einen gesamtgesellschaftlichen, edukativen Ansatz. Sie setzt auf Prävention, sie fördert die Kompetenz und die Eigenverantwortung von Eltern und Kindern für einen gesunden Lebensstil. Die Ernährungsindustrie sieht darin den allein richtigen Weg; er erfordert zwar einen langen Atem, ist nicht spektakulär, langfristig aber Erfolg versprechend.

Unerlässlich für den Erfolg der Plattform ist ein starkes Engagement der Politik in Bund und Ländern. Zu begrüßen ist die Unterstützung, die die Plattform vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und aus dem Bundestag erhält; zu bedauern ist hingegen, dass bisher nur Bayern und Nordrhein-Westfalen Mitglieder geworden sind. Warum dies bisher unterblieben ist, ist gerade auch im Hinblick auf die Diskussionen um die Kosten des Gesundheitswesens unverständlich.

Mit Sorge sehen wir die konträr zu dem deutschen Ansatz laufenden Entwicklungen auf europäischer und internationaler Ebene, die in erster Linie auf Lebensmittel und Ernährung fokussiert sind: Angebot und Nachfrage sollen durch Reglementierung gelenkt werden. Statt an den wirklichen Ursachen des gesellschaftlichen Problems anzusetzen, wird eine Politik verfolgt, die auf Werberestriktionen, Reformulierung von Produkten und signalhafte warnende Kennzeichnung – wie das britische Ampelsystem – setzt. Diese Symbolpolitik wird keinen nennenswerten Beitrag zur Lösung der Problematik leisten; sie wird vielmehr nicht erfüllbare Erwartungen in der Öffentlichkeit wecken; sie wird mit ihren nicht akzeptablen Eingriffen in den Markt die Industrie stark belasten; dies gilt insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen, die das Bild unserer Branche prägen. Durch eine rote, gelbe oder grüne Ampel wird dem Verbraucher vorgegaukelt, sich – ohne weiteres Nachdenken – richtig ernähren zu können. Dies ist nichts als eine Scheinlösung, die außer Acht lässt, dass es auf das Ernährungsverhalten und den Lebensstil insgesamt ankommt; dies ist nichts als eine Bevormundung des Verbrauchers, denn er wird in seiner Fähigkeit, eigenverantwortliche Entscheidungen für sich zu treffen, nicht ernst genommen. Diese Wege lehnt die deutsche Ernährungsindustrie strikt ab.

Statt eine künstliche Reformulierung von Produkten (z.B. Reduktion von Fett, Zucker und Salz) zu fordern, sollte den Marktmechanismen Vertrauen geschenkt werden; angesichts der Diskussion um das Übergewicht ist es bereits – ohne dass der Staat eingegriffen hat – zu einer deutlichen Ausweitung des Angebotes gekommen; jeder kann sich nach seinem individuellen Bedarf und seinen individuellen Wünschen mit dem heutigen Lebensmittelangebot zu günstigen Preisen gesund ernähren – dies ist eine große Leistung auch der Ernährungsindustrie.

Das Problem „Übergewicht“ kann nicht durch staatliche Intervention, sondern nur durch Aufklärung, Bildung und Hilfestellung für die Menschen langfristig gelöst werden.

Europäische Alkoholpolitik


Auf dem Gebiet der Alkoholpolitik fordert die BVE die EU-Kommission auf, Maßnahmen zu erarbeiten, die den Missbrauch wirksam und gezielt bekämpfen, ohne den maßvollen Genuss, der wissenschaftlich erwiesen medizinische Vorteile bringen kann, zu behindern. Auch der Kampf gegen Alkoholmissbrauch ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe: Nur wenn die Alkoholindustrie, Eltern, Schulen, der Handel und die Gastronomie und andere gesellschaftliche Gruppen zusammenarbeiten, kann der Missbrauch alkoholhaltiger Getränke wirksam bekämpft werden.

Die Erhöhung der Steuern auf alkoholhaltige Getränke oder die Beschränkung der Abgabeorte lehnt die BVE ab. Beispiele wie Schweden, wo die strengsten Abgaberegelungen und höchsten Steuerabgaben auf alkoholhaltige Getränke bestehen, zeigen, dass diese Maßnahmen ins Leere führen.

Die überwiegende Mehrzahl der Deutschen trinkt ihr Bier und Spirituosen maß- und genussvoll: Diese Verbraucher würden durch die von der EU avisierten Maßnahmen auch bei maßvollem Konsum grundlos bestraft und verunsichert. Menschen, die das richtige Maß im Umgang mit alkoholhaltigen Getränken nicht einhalten können oder wollen, würden dagegen durch die vorgeschlagenen Interventionen nicht in ihrem Verhalten korrigiert.

Verbesserung der Lebensmittelüberwachung


Die Ernährungsindustrie hat ein ureigenes Interesse an einer gut funktionierenden, effizienten und anerkannten staatlichen Lebensmittelüberwachung. So wie die seriöse Lebensmittelkette auf höchstem Qualitätssicherungsniveau arbeitet, muss auch die Lebensmittelkontrolle auf höchste Effizienz ausgerichtet sein. Nicht erst – aber mit umso größerer Deutlichkeit – hat der Gammelfleischskandal im Herbst 2006 Defizite erkennbar werden lassen.

Notwendig sind einheitliche Standards in den – auch künftig selbstverständlich zuständigen – Bundesländern, die Verpflichtung zur Kooperation der Bundesländer untereinander und mit dem Bund, risikoorientierte Konzentration der Überwachungstätigkeit, einschließlich einer Fokussierung auf die Bereiche, die „anfällig“ für Verstöße oder auch kriminelle Machenschaften sind, die Einrichtung von Schwerpunkt-Verfolgungsbehörden und –Gerichten, und die konsequente Ahndung von Verstößen unter Ausschöpfung der vorgesehenen Sanktionen.

Überflüssig sind neue Gesetze und höhere Strafandrohungen.

Entscheidend ist, das Risiko „erwischt“ und zu spürbaren Bußgeldern und Strafen verurteilt zu werden, und damit eine wirksame Abschreckung drastisch zu erhöhen.

BVE auf der Internationalen Grünen Woche


Zu einem gesunden Lebensstil gehört eine ausgewogene Bilanz zwischen Ernährung („Energieinput“) und Bewegung („Energieoutput“). Zahlreiche Unternehmen und Verbände engagieren sich in dem gesamtgesellschaftlichen Netzwerk „peb“- Plattform Ernährung und Bewegung – und darüber hinaus mit vielfältigen Projekten, um das Problem des Übergewichtes zu bekämpfen. Eine Auswahl präsentiert die BVE auf der Internationalen Grünen Woche 2007. Gemeinsam mit dem BLL – Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde bieten wir Besuchern auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 unter dem Motto „Power fürs Leben – Essen und Bewegen“ attraktive Lauf- und Fußballaktionen, aber auch Informationen rund um die Ernährung.

„Fit am Ball“, der Schul-Cup von funny-frisch, setzt dabei auf Sport, Spaß und Lebensfreude. Gemeinsam mit der Deutschen Sporthochschule Köln trainieren Kinder der 3. bis 6. Klasse am Ball. Beim "Speedflipper", der von Ferrero Deutschland unterstützt wird, geht es um Schnelligkeit und Reaktionsvermögen auf einer 11 Meter langen Strecke. „Kelloggs' Frosties“ und „Tony der Tiger“ laden Kinder und Jugendliche ein, an der Torwand ihr Talent als „Wilde Kerle“ unter Beweis zu stellen. „Leichten Genuss“ präsentiert der Schinkenspezialist Abraham am BVE-Stand den Messebesuchern.

Gemeinsam mit der Deutschen Welthungerhilfe startet die BVE eine Benefizaktion „Aktiv gegen den Hunger! Wir können etwas bewegen!“. Die Besucher der Grünen Woche können mit Bewegung gleichzeitig soziales Engagement beweisen. Für jeden auf dem Fahrradergometer geradelten Kilometer fließt eine Spende aus unserem Mitgliederkreis auf das Konto der Deutschen Welthungerhilfe zugunsten eines Dorfes in Westafrika.

Abgerundet wird das BVE-Informationsangebot durch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Handel(n) gegen den Hunger – Europas Rolle im Welthandel mit Agrarprodukten und Nahrungsmitteln“ am 25. Januar 2007, die gemeinsam mit der Deutschen Welthungerhilfe und dem Deutschen Bauernverband veranstaltet wird.

Informationen über die Absatzpotenziale in Bulgarien und Rumänien für die deutsche Ernährungswirtschaft bietet die BVE gemeinsam mit der CMA auf einer Vortragsveranstaltung für deutsche Exporteure am 19. Januar 2007 im Rahmen des Ost-West-Agrarforums.

Besuchen Sie den BVE-Stand auf dem ErlebnisBauernhof in Halle 3.2!

Datenblatt:
Die deutsche Ernährungsindustrie im Überblick 2006