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Rekordumsätze im deutschen Außer-Haus-Markt

22.04.2016, Berlin
Außer-Haus-Markt Konsum/ Umsatzentwicklung 2014 bis 2015Vergrößern
Der private Außer-Haus-Konsum gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Menschen nutzen das vielfältige gastronomische Angebot und verzichten zugunsten von regelmäßigen Besuchen in Restaurants, Kantinen und Imbissen auf das Essen am heimischen Küchentisch. Bereits heute ist der Außer-Haus-Markt nach dem Lebensmitteleinzelhandel der zweitwichtigste Absatzkanal für die Ernährungsindustrie.

Laut dem CRESTonline Panel der npdgroup Deutschland in Nürnberg war das Jahr 2015 nicht nur eine Fortsetzung der positiven Trends aus den Vorjahren, sondern ein wahres Rekordjahr. Die Verbraucherausgaben über alle Marktsegmente hinweg stiegen so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Der private Außer-Haus-Konsum im Jahr 2015 lag bei knapp 73,6 Milliarden Euro, einem Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Von der positiven Umsatzentwicklung profitierten alle vier Marktsegmente (Bediengastronomie und Hotels, Schnellgastronomie und Imbisse, Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung sowie die Erlebnis- und Freizeitgastronomie) gleichermaßen. Zum zweiten Jahr in Folge fiel das Plus am stärksten in der Kategorie Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung (+4,4 Prozent) aus, gefolgt von der Schnellgastronomie (+3,7 Prozent), der klassischen Bediengastronomie und Hotellerie (+3,1 Prozent) sowie der Erlebnis- und Freizeitgastronomie (+3,0 Prozent).

Erstmals seit langer Zeit sind im Vergleich zum Vorjahr mit +0,4 Prozent im Gesamtmarkt auch die Besucherzahlen (rund 11,5 Milliarden über das gesamte Jahr hinweg) wieder gestiegen. Diese positive Tendenz zeichnete sich erstmals auch schon in den Halbjahreszahlen ab. Lediglich das Segment der klassischen Bediengastronomie und Hotellerie liegt bei der Besucherentwicklung mit -0,2 Prozent im Vergleich zu 2014 noch im negativen Bereich.

Trotz des Besucherzuwachses resultiert die positive Umsatzentwicklung weiterhin überwiegend auf höheren Durchschnittsausgaben pro Besuch. So gab jeder Gast 2015 im Durchschnitt über alle Segmente hinweg 6,39 Euro pro Besuch aus. Das sind knapp 2,9 Prozent mehr als in 2014. Im Bereich der Schnellgastronomie lagen die Ausgaben mit +3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr am höchsten.

Der Anstieg der Ausgaben pro Außer-Haus-Besuch ist auf der einen Seite auf die notwendigen Preisanpassungen aufgrund des in der Branche eingeführten Mindestlohns zurückzuführen. Auf der anderen Seite sind die mehrheitlich akzeptierten Mehrausgaben in Verbindung mit den wachsenden Besucherzahlen ein Beleg dafür, dass im Außer-Haus-Markt die Wertschätzung der Konsumenten für Lebensmittel und Getränke zunimmt.

Im Segment der Arbeits- und Ausbildungsplatzverpflegung sind die Umsatzzuwächse durch mehr Frequenz und höhere Ausgaben zudem auf die gute Wirtschaftskonjunktur und die damit verbundene hohe Zahl der Erwerbstätigen, hohe Studentenzahlen sowie auf die zunehmende Einführung von Ganztagsschulen in Deutschland zurückzuführen.

Die Zeichen im deutschen Außer-Haus-Markt stehen auch weiterhin auf Wachstum. Dies bestätigen auch die anhaltend positiven Ergebnisse des GV Barometers 2016, das traditionell im Vorfeld der INTERNORGA Messe in Hamburg erhoben wird und der Ernährungsindustrie eine Orientierung über das Investitions- und Innovationsklima in der Großverbraucher-Branche gibt. Aus diesem geht unter anderem hervor, dass die Gäste in der deutschen Gastronomie vermehrt bereit sind für etwas Besonderes auch einen höheren Preis zu zahlen. Dies geht einher mit der Erfahrung der Gastronomen, dass den Gästen, vor allem in Betriebskantinen, ein qualitativ hochwertiger Wareneinsatz Preis zunehmend wichtiger wird als ein günstiger Preis.