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Christoph Minhoff
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Bildergalerie Außenwirtschaftstag 2013 Foto
Bildergalerie Außenwirtschaftstag 2013 © BVE
BVE-Jahresbericht 2013 PDF
BVE-Jahresbericht 2013 2013 – ein Jahr der Unwägbarkeiten, der Herausforderungen und der Neuausrichtung Mit drei Landtagswahlen und der Bundestagswahl steht Deutschland in diesem Jahr vor einer politischen Weichenstellung. Der rot-grüne Wahlsieg im Januar in Niedersachsen hat zu einer Mehrheit der von SPD und GRÜNEN geführten Länder im Bundesrat geführt. Dies hat den Gestaltungsspielraum der amtierenden Bundesregierung begrenzt. Ob und inwieweit diese Regierung am 22. September 2013 bei der Bundestagswahl erneut ein Regierungsmandat erhält, ist unwägbar und bleibt abzuwarten. Dies gilt auch für die politischen Rahmenbedingungen, mit denen unsere Branche danach konfrontiert werden wird. Unabhängig davon stellt sich das sonstige Umfeld, in dem sich die Ernährungsindustrie nach wie vor bewegt, als herausfordernd dar. Steigende Produktionskosten, intensiver Wettbewerb und eine hohe Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel belasten zunehmend die Ertragslage der Branche. Dem können die Unternehmen nur durch Flexibilität, Innovationsfähigkeit und Optimierung ihrer Prozesse entsprechen. Das Auslandsgeschäft gewinnt kontinuierlich an Bedeutung. Auf der anderen Seite ist festzustellen, dass die Leistung unserer Branche, d. h. die tägliche Versorgung von rund 100 Millionen Konsumenten im In- und Ausland mit qualitativ hochwertigen, sicheren und innovativen Produkten, keine hinreichende Würdigung erfährt. Ganz im Gegenteil, schon seit Jahren sieht sich unsere Industrie Anfeindungen durch NGOs und interessierten politischen Kreisen ausgesetzt. Hinzu kommt eine Berichterstattung in den Medien, die oftmals nur als tendenziös, pauschalierend und unsachlich bezeichnet werden kann. Daraus resultiert – dies wird durch Studien belegt – eine Verunsicherung der Verbraucher. Die Lebensmittelskandale zu Beginn des Jahres (Pferdefleisch, falsch deklarierte Bio-Eier, kontaminierte Futtermittel), die auf rechtswidrige Aktivitäten Einzelner zurückzuführen sind, haben dem Ganzen Vorschub geleistet. Mit der Neubesetzung der Position des BVE-Hauptgeschäftsführers durch einen ausgewiesenen Medienexperten hat sich der BVE-Vorstand dazu entschlossen, diesem kommunikativen Missstand zukünftig noch profilierter und offensiver zum Wohl der Branche entgegenzutreten. Damit wird das bisherige Portfolio der BVE erweitert und sichergestellt, dass die Ernährungsindustrie dazu in der Lage ist, in den relevanten und branchenübergreifenden Themen mit einer Stimme zu sprechen. Wir danken unseren Mitgliedsunternehmen und -verbänden für die gute und kontinuierliche Zusammenarbeit. Ein erfolgreiches Arbeiten des Dachverbandes wäre ohne ihre Anregungen und Unterstützung nicht zu leisten.
 

5. Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft – Wichtigste Plattform für die exportorientierten Branchen

07.06.2013, Berlin
Zum fünften Mal fand heute im Auswärtigen Amt in Berlin der Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft statt. Über 500 Teilnehmer verfolgten die Vorträge und Diskussionen in sieben Foren, in denen 40 Experten aus dem In- und Ausland aktuelle Marktinformationen präsentierten und sich dem Dialog mit exportinteressierten Unternehmen stellten. Die Key Note zum Thema „Internationalisierung der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft – Sind Handelsorientierung und Nachhaltigkeit ein Widerspruch“ hielt Prof. Dr. Dr. Michael Schmitz, Direktor des Instituts für Agrarpolitik und Marktforschung an der Universität Gießen.

„Der Außenhandel ist für die Ernährungsindustrie so wichtig wie nie zuvor. Die wichtigsten Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft für unseren Erfolg auf den Märkten dieser Welt sind heute hier versammelt“, so Jürgen Abraham, Ehrenvorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Kontinuierlich steigende Anmeldezahlen unterstreichen die Bedeutung der gemeinsamen Veranstaltung der BVE, des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und des Auswärtigen Amtes, für die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die gemeinsame Teilnahme von zwei Bundesministern, Dr. Guido Westerwelle und Ilse Aigner, sowie Agrarreferenten aus 16 deutschen Botschaften im Ausland, betonten zugleich den politischen Stellenwert des Außenwirtschaftstages.

Für die Ernährungsindustrie wird der internationale Handel immer wichtiger. Während die Umsätze der Branche im Inland stagnieren, sind Lebensmittel und Getränke „Made in Germany“ international so gefragt wie nie zuvor. Der Export von verarbeiteten Lebensmitteln, der mit mehr als 32% zum Gesamtumsatz der Branche beiträgt, ist der wichtigste Wachstumsmotor der Branche. In 2012 exportierte die Ernährungsindustrie Lebensmittel im Wert von knapp 54 Mrd. € ins Ausland. Davon gingen 23% in Wachstumsmärkte außerhalb der EU. „Als drittgrößter Exporteur von Lebensmitteln weltweit sind wir einer der wichtigsten Handelspartner der Welt. Aber unsere Konkurrenz schläft nicht. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sind auf eine langfristige Unterstützung ihrer Exportbemühungen durch die Politik angewiesen. Als Türöffner muss diese den Unternehmen den Weg vor allem in schwierige Auslandsmärkte ebnen“, so der Wunsch Jürgen Abrahams an die Bundesminister.

Um hochwertige und sichere Lebensmittel produzieren zu können, ist die deutsche Ernährungsindustrie auch auf die langfristige Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Rohstoffen aus dem Ausland angewiesen. Rund ein Viertel der von den Unternehmen verarbeiteten landwirtschaftlichen Rohstoffe werden aus dem Ausland bezogen. Der Herausforderung der Sicherstellung einer nachhaltigen Rohstoffversorgung widmete sich das Forum „Rohstoffe aus nachhaltiger Erzeugung“, das mit über 200 Teilnehmern in diesem Jahr das bestbesetzte Forum auf dem Außenwirtschaftstag war.

Auch die anderen Foren zu den Themen „Aus- und Weiterbildungskooperationen“, „Brasilien“, „China“, „Kroatien“, „Mexiko“ und „Südkorea“ waren in diesem Jahr nicht nur mit Vertretern aus der Ernährungsindustrie hochrangig besetzt. Repräsentanten ausländischer Botschaften, Importeure aus den Zielmärkten sowie Vertreter aus dem Lebensmitteleinzelhandel rundeten den Blick auf die jeweiligen Märkte mit praxisnahen Beispielen ab.

In der Abschlussdiskussion „Nachgehakt: Sind wir international nachhaltig erfolgreich“, diskutierten Friedrich Wacker, Leiter der Unterabteilung „Internationale Zusammenarbeit, Welternährung“ im BMELV, Dr. Franz-Georg von Busse, Co-Vorsitzender der AG Agrarwirtschaft im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und Geschäftsführer von Lemken GmbH & Co. KG, Clemens Tenge, Direktor Sustainability Communications bei der Symrise AG sowie Christoph Minhoff, Hauptgeschäftsführer der BVE darüber, welche Herausforderungen Unternehmen im internationalen Handel zukünftig meistern müssen, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Dabei unterstrich BVE Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff, dass die Erfolge deutscher Unternehmen auf dem Weltmarkt kein Selbstläufer sind. Die hohe Wettbewerbsfähigkeit der Branche, qualitativ hochwertige Produkte und hohe Sicherheitsstandards sind die Basis für den Erfolg.

Eine Bildergalerie zum Außenwirtschaftstag 2013 finden Sie hier

Der Außenwirtschaftstag 2013 wird gefördert durch die Rentenbank.