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BVE Arbeitskreis Food Service

Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung

27.05.2011, Berlin
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Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Ernährungsindustrie und auch im Außer-Haus-Markt zunehmend an Bedeutung. Dabei geht es um eine ganzheitliche nachhaltige Unternehmensstrategie.

Die BVE Arbeitskreissitzung Food Service am 20. Mai 2011 bei der Sodexo Services GmbH in Rüsselsheim beschäftigte sich mit dem Thema aus Sicht einer strategischen Managementberatung, der Ernährungsindustrie, eines Caterers sowie einer NGO.

Zum Auftakt der Sitzung präsentierte Dr. Christoph Willers (Institut für Nachhaltiges Management) den Teilnehmern einen aktuellen Situationsbericht über die Relevanz, die Chancen und die Hindernisse von Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt. Er stellte heraus, dass sich das Basismotiv für „Essen“ in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat. Galt es in den 50er Jahren „satt zu werden“, so ist Essen heute ein Lifestyle, bei dem Werte wie Natürlichkeit, Nachhaltigkeit und Regionalität im Vordergrund stehen. Dabei ist der Begriff Nachhaltigkeit vor allem in der Öffentlichkeit vielfältig definiert und diskutiert. „Im Außer-Haus-Markt liegt die besondere Herausforderung bei der Kommunikation des Themas, da kein direkter Kontakt zu den Endabnehmern besteht“, so Dr. Willers.

Die ganzheitlichen Verpflichtungen, die das Thema Nachhaltigkeit in einem Cateringunternehmen mit sich bringen, stellte Stephan Dürholt (Sodexo Services Gmbh) anhand des Sodexo „Better Tomorrow Plan“ anschaulich dar. Er führte aus, dass Kunden und von Sodexo belieferte Märkte zunehmend auf nachhaltiges Handeln bedacht sind. Dies ist für das Cateringunternehmen eine Verpflichtung, Nachhaltig zu handeln. „Ist man glaubhaft Nachhaltig, dann ist der Kunde in der Kantine auch bereit, mehr zu zahlen“ so die Erfahrungen von Stephan Dürholt.

Bei Unilever Food Solutions beschäftigt man sich schon seit langem mit dem Thema Nachhaltigkeit. Dies belegten Claus Peter Hanke und Andreas Mayr (beide Unilever Food Solutions) anhand zahlreicher Produktbeispiele. Den Verbrauchertrend hin zu einer bewussten Ernährung belegt auch eine interne Unilever Erhebung. „Diesem Trend müssen wir uns stellen und unsere Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit verstärkt nach außen kommunizieren“, so Claus Peter Hanke. Basis für ein konzernübergreifendes, nachhaltiges Handeln ist der „Unilever Sustainabilty Plan“, der eine aktive Kommunikation der zahlreichen Engagements von Unilever vorsieht. Dazu zählen u.a. die Gründung des Marine Stewardship Councils (MSC) im Jahr 1997 oder das Projekt, bis 2015 100% des Teebedarfs aus von Rainforest Alliance zertifizierten Plantagen zu beziehen.

Aus dem Blickwinkel einer NGO (Non-Governmental Organization) betrachtete Dr. Bernhard Bauske (WWF Deutschland) das Thema Nachhaltigkeit. Für ihn ist der nachhaltige Erhalt von Rohstoffen die wahre globale Herausforderung. „Wenn Pflanzen oder Tiere aussterben, dann fehlen wichtige Ressourcen. Wenn es z.B. keine Bienen mehr gibt, dann würde auch in unseren Breitengraden die Produktion von Obst schwierig“ so Dr. Bauske. Der WWF wünscht sich daher eine engere Zusammenarbeit mit der Industrie, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen und sich für eine Weiterentwicklung von international gültigen Standards einzusetzen. Im Fokus der Arbeit stehen dabei vor allem Nachhaltigkeitsstandards für Massenrohstoffe, z.B. die Round Table Gespräche für die nachhaltige Produktion von Palmöl oder der Marine Stewardship Council.

Als Fazit der BVE Arbeitskreissitzung Food Service lässt sich festhalten, dass Nachhaltigkeit im Außer-Haus-Markt als Basis für einen langfristigen Wirtschaftserfolg einzustufen ist.