Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie http://www.bve-online.de/presseservice/bve_aktuell/aktuell_090206/aigner/ Runder Tisch zur NährwertkennzeichnungBerlin, 06.02.2009Am 3. Februar 2009 nahm die BVE zusammen mit BLL, HDE und NGG sowie der vzbv und Vertretern der Wissenschaft an einem Runden Tisch „Nährwertkennzeichnung“ teil, zu dem die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner, geladen hatte; beteiligt war auch die Vorsitzende der Verbraucherschutzministerkonferenz, Senatorin Katrin Lompscher aus Berlin. Aus dem konstruktiven Gedankenaustausch ist festzuhalten, dass es keine nationalen Alleingänge geben darf, sondern dass EU-einheitliche Lösungen notwendig sind. Zum Umfang der Kennzeichnung bestand Einigkeit insoweit, dass die Angaben „4 + 1“ (Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Natrium sowie Brennwert) verbindlich vorgeschrieben werden, zusätzlich die GDA-Kennzeichnung für Kalorien. Damit soll der besonderen Bedeutung der Brennwertangabe im Rahmen der Nährwertinformation Rechnung getragen werden. Unterschiedliche Auffassungen gab es zu der Frage, ob für die anderen Nährstoffe die GDA-Angabe ebenfalls verbindlich sei oder ob dies einer sogenannten „optionell-obligatorischen“ Regelung vorbehalten werden sollte. Uneingeschränkt abgelehnt wurde von Seiten der Lebensmittelwirtschaft und der NGG jegliche Art einer bewertenden Nährwertkennzeichnung, beispielsweise durch Unterlegung mit den Ampelfarben. Trotz unterschiedlicher Ausgangspositionen zum Thema „Ampel“ war jedoch bei allen Beteiligten der Wille zu spüren, nach einer verständlichen, für die Kauf- und Verzehrsentscheidung gut verwertbaren Kennzeichnung zu suchen; darüber hinaus sollten die Verbraucher auch verstärkt über die Bedeutung der Kennzeichnung aufgeklärt und motiviert werden, sie zu nutzen. Das Gespräch wird in einigen Monaten fortgesetzt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
RA Prof. Dr. Matthias Horst © BVE 2012 - http://www.bve-online.de |