Notfallmanagement: Mehr Sicherheit durch Prävention
Berlin, 20.11.2009Am 12. November 2009 fand die Veranstaltung „Notfallmanagement: Produktionsausfall – Gewährung der betrieblichen Kontinuität“ im Rahmen des Seminarprogramms BVE-Krisenmanagement in Bonn statt.
Zum Auftakt führte Moderator Dr. Christoph Willers (AFC Risk & Crisis Consult) in das Thema „Business Continuity Management“ ein und zeigte potenzielle Risiken entlang der Supply Chain auf. Wie sich Unternehmen auf unterschiedliche Notfallsituationen vorbereiten können erläuterte Karl-Heinz Schneider (Crespel & Deiters) und stellte dazu Risikobewertungen und Verfahrensanweisungen aus dem eigenen Unternehmen vor. Darüber hinaus gab er den Teilnehmern wertvolle Tipps für die Implementierung eines Notfallmanagementsystems. Den Umgang mit dem Ernstfall beschrieb Ingo Rohlf (EDEKA Minden-Hannover Holding), der den Brand in einem Fleischwerk selbst miterlebt hat. Bei seinen Ausführungen von der Schadensabwicklung über die Betriebsunterbrechung bis hin zur Wiederaufnahme der Produktion wurde deutlich, welche Ausmaße und Konsequenzen der Zwischenfall nicht nur für das betroffene Werk angenommen hat, sondern auch für die vor- und nachgelagerten Bereiche. Eine möglichst umfassende Versicherung sowie ein effektives Notfallmanagement, sowohl präventiv als auch operativ, spielen für die Begrenzung des Schadens eine wesentliche Rolle.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer im Rahmen einer Notfallsimulation mit Lieferengpässen, Personal- und Technikausfällen zu kämpfen. Um einem Produktionsausfall entgegen zu wirken, sollten kritische Situationen bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Die Übung hat deutlich gezeigt, dass ein funktionsfähiges Notfallmanagement nur möglich ist, wenn tatsächlich die Voraussetzungen dafür geschaffen sind und diese immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden: Sind alle wesentlichen Risiken bewertet und Maßnahmen für den Fall des Eintritts beschrieben? Kann auf ein Netzwerk von Ersatzlieferanten und Dienstleistern zurückgegriffen werden? Weiß wirklich jeder Mitarbeiter, was er im Ernstfall zu tun hat? Haben auch alle Schlüsselpositionen im Unternehmen einen „vollwertigen“ Stellvertreter und sind diese sowie Externe jederzeit erreichbar? Nicht nur den „Geschäftsführer zur Probe sterben lassen", sondern auch andere Szenarien wollen viele Seminarteilnehmer in ihren Unternehmen für mehr Sicherheit im Umgang mit außergewöhnlichen Situationen durchspielen.
Das Seminarprogramm 2010 zum BVE-Krisenmanagement, unter anderem mit dem neuen Modul „Verpackung: Migration & Deklaration“, finden Sie hier. Am 18. Januar startet das BVE-Krisenmanagement mit dem Modul „Recht & Behörde“ in Berlin ins neue Jahr.
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