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Ernährungsindustrie bekennt sich zur kreislaufwirtschaftlichen Produktverantwortung

Berlin, 25.09.2009

Die umweltpolitische Zielsetzung, ökologisch vorteilhafte Getränkeverpackungen zu fördern, wird von der Ernährungsindustrie respektiert. Im Hinblick auf die „Mehrweg/Einweg“-Kontroverse im Getränkebereich ist eine Versachlichung der Diskussion jedoch dringlich
drinktec 2009
Copyright: P. G. Loske
erforderlich. Darauf wies Peter Feller, Geschäftsführer der BVE, am 15.09.2009 in einer Podiumsdiskussion zum Thema „Umwelt und Verpackung“, im Rahmen der Weltmesse für Getränke- und Liquid Food Technologie „Drinktec“ hin. Bewertungen, ob und inwieweit Getränkebehältnisse als ökologisch vorteilhaft zu qualifizieren sind, müssen auf der Grundlage aktueller, wissenschaftlicher Untersuchungen durchgeführt werden. Generell werden Verpackungen in der Ernährungsindustrie so gestaltet, dass ein effizienter Rohstoffeinsatz, ein geringes Abfallaufkommen und eine umweltverträgliche Verwertung erfolgen; damit wird sowohl ökonomischen als auch ökologischen Anforderungen Rechnung getragen.

Prof. Hans-Christian Langowski, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung, kritisierte eine gezielte Irreführung der Verbraucher durch derzeitige Werbekampagnen. Dies gilt insbesondere hinsichtlich der Diskussion über den ökologischen Status von Getränkekarton- und PET-Verpackungen. Aus technischer Sicht haben beide Verpackungssysteme spezifische Schwächen und Stärken, die sich in unterschiedlichen Anwendungsbereichen unterschiedlich auswirken. Aus ökologischer Sicht kommt es weder auf die eingesetzten Materialien noch auf isolierte Ökobilanzen an, sondern auf den sachgerechten Einsatz, der dem Verbraucher den bestmöglichen Nutzen des Produkts ermöglicht.

Mit einem Anteil von 58% am Verbrauch der pfandpflichtigen Getränkearten ist die PET-Flasche die dominierende Verpackung am Getränkemarkt. Dr. Jürgen Bruder, Geschäftsführer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V., führte diesen Befund insbesondere auf den Convenience-Vorteil dieser Behältnisse zurück. Darüber hinaus erklärte er, dass in den vergangenen Jahren eine ökologische Optimierung entlang der gesamten PET Supply-Chain stattgefunden hat, die es erfordert, eine neue Bewertung hinsichtlich der ökologischen Vorteilhaftigkeit dieser Verpackungen durchzuführen. Sein Verband hat deshalb eine Ökobilanz in Auftrag gegeben, die diese ökologische Entwicklung berücksichtigt und voraussichtlich Anfang 2010 vorlegen wird.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

RA Peter Feller
Tel.: +49 30 200786-160, -161
Fax.: +49 30 200786-260
pfeller@bve-online.de

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