VerpackungsVO – Sachliche Diskussion über Umweltauswirkungen notwendig
Berlin, 04.09.2009
In einem aktuellen Positionspapier hat die BVE klargestellt, dass die Ernährungsindustrie die umweltpolitische Zielsetzung der Verpackungsverordnung, ökologisch vorteilhafte Getränkeverpackungen zu fördern, befürwortet. Allerdings ist es erforderlich, Diskussionen bezüglich der Ein-/Mehrwegthematik auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen zu führen.
Dieses Erfordernis resultiert einerseits daraus, dass die Behauptungen, Mehrweggebinde seien ökologisch vorteilhafter als Einwegbehältnisse vor allem auf eine ökobilanzielle Studie des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2002 zurückgeführt werden. Andererseits ist jedoch zu berücksichtigen, dass gerade im PET/Einwegbereich seit 2004 Effizienzverbesserungen in Höhe von bis zu 30% erzielt werden konnten. Diese haben dazu geführt, dass der Material- und Energieaufwand zur Herstellung entsprechender Einwegbehältnisse gesunken ist und somit auch die damit verbundenen Treibhausgasemissionen wie sonstigen ökologischen Auswirkungen.
Weiterhin spricht sich die BVE gegen die Einführung einer Pflichtkennzeichnung von Ein- und Mehrweggebinden zur Stützung der Mehrwegsysteme im Getränkebereich aus, da diese Maßnahme an den eigentlichen Ursachen der rückläufigen Mehrwegquote vorbeigeht und deshalb nicht zielführend ist.
Das Positionspapier "Pfand" steht hier als PDF zum Download bereit.
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RA Peter Feller
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