Inhalt
BVE fordert eine sichere und diskriminierungsfreie Rohstoffverfügbarkeit
11.12.2009, Berlin
In einem vom BioÖkonomieRat veranstalteten Workshop „Der Wettbewerb um Bodenfläche – Wege zu einem abgestimmten Flächennutzungskonzept“ hat BVE-Geschäftsführer Peter Feller in einem Referat am 11.12.2009 die Forderung der Ernährungsindustrie nach einer gesicherten Rohstoffverfügbarkeit bekräftigt.
Der BioÖkonomieRat ist ein unabhängiges Beratungsgremium der Bundesregierung in allen Fragen der Bioökonomie. Ihm gehören Experten aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, der Ressortforschung des Bundes und der privatwirtschaftlichen Forschung an.
In seinen Ausführungen wies er darauf hin, dass neben einer quantitativen und qualitativen Verfügbarkeit dieser Agrarrohstoffe erforderlich ist, dass diese zu vertretbaren Preisen bezogen werden können. Dies setzt voraus, dass diese Preise in kartell- und wettbewerbs-rechtlich nicht zu beanstandender Weise durch Angebot und Nachfrage begründet werden, ohne dass eine Beeinflussung durch sachlich nicht gerechtfertigte staatliche Fördermaßnahmen erfolgt.
In diesem Kontext erörterte er auch das im November 2007 verabschiedete Bioenergie-Gutachten des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Dieses beinhaltet die Empfehlung, die bisherige Bioenergie-Politik, die unter anderem auf Biokraftstoffe fokussiert ist, zu überdenken und neu auszurichten. Danach können insbesondere durch die Verwertung von schnell wachsenden Hölzern zur Wärme- und Stromgewinnung mit einem niedrigen Subventionsbedarf hohe Klimaschutzeffekte erzielt werden.