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Pressemitteilungen

11.05.2012, Berlin

BVE-Konjunkturreport April 2012

Im Februar 2012 konnte die Ernährungsindustrie ihren Umsatz gegenüber dem...
09.05.2012, Berlin

BVE-Jahresbericht 2011_2012: Mehr Wertschätzung für Lebensmittel - und für die Ernährungsindustrie

Informationen zur aktuellen Wirtschaftslage in der Ernährungsindustrie und...

Terminkalender

24
Mai
24.05.2012, Berlin

Dialog Lebensmittel. Wir schaffen Werte!

Gemeinsame Veranstaltung HDE und BVE...
11
Jun
11.06.2012 15:30 Uhr, Berlin, Claire-Waldoff-Straße 7

BVE-Geschäftsführergespräch

11
Jun
11.06.2012 19:00 Uhr, Berlin, Atrium der Deutschen Bank, Eingang Charlottenstraße

Abendempfang Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Gemeinsame Veranstaltung von BVE, BMELV und dem Auswärtigen Amt

BM Aigner mit Wirtschaftsdelegation in USA

22.05.2009, Berlin
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat bei ihrem ersten offiziellen Besuch in den USA intensive Gespräche mit dem amerikanischen Landwirtschaftsminister Tom Vilsack und dem US-Handelsbeauftragten Ron Kirk geführt. Die Themen der laufenden Welthandelsrunde in der WTO sowie aktuelle Fragen der deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen standen im Mittelpunkt der Gespräche.

Die Ministerin wurde von einer Wirtschaftsdelegation begleitet, in der die BVE mit Dr. Sabine Eichner Lisboa, Geschäftsführerin vertreten war. In Round-Table-Gesprächen zur GVO-Politik sowie Nachhaltigsstrategien fand ein intensiver Meinungsaustausch mit Vertretern der amerikanischen Administration und wichtigen Interessengruppen und Unternehmen statt. Von deutscher Seite wurde in den Gesprächen immer wieder die kritische Haltung deutscher Konsumenten zur Grünen Gentechnik hervorgehoben und gleichzeitig die Notwendigkeit unterstrichen, die Debatte auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen, damit die Potenziale dieser Zukunftstechnologie gerade in Zusammenhang mit Fragen der Welternährung nicht leichtfertig vergeben werden. Die Ministerin erläuterte die Entscheidung gegen den kommerziellen Anbau von MON810 Genmais als Einzelfallentscheidung, die sie mit Umweltrisiken rechtfertigte.

Ein weiterer Streitpunkt zwischen Berlin und Washington, die Einfuhr von amerikanischem chlor-behandelten Geflügelfleisch wurde ebenfalls thematisiert. Die BVE vertrat in den Gesprächen die Auffassung der deutschen Geflügelwirtschaft, die sich gegen die Aufhebung des Importverbots durch die EU ausspricht, weil die in USA praktizierte Endproduktbehandlung hygienisch nicht zu den gleichen hohen Sicherheitsstandards führt wie der in Europa praktizierte prozessorientierte Hygieneansatz, der nur die Oberflächenverunreinigung mit Trinkwasser zulässt. Zugleich verwies sie auf Bedenken der EFSA, die gesundheitliche Risiken für die Verbraucher nicht ausschließt.

Die unterschiedlichen Auffassungen bei einer Vielzahl von Lebensmittelthemen zeigten einen deutlichen Unterschied in der "Lebensmittelkultur" zwischen EU und USA, der einen verstärkten Dialog erfordert, um zukünftig sich daraus ergebende Handelsstreitigkeiten zu vermeiden.

Wichtiges Ziel der Reise war es auch, die Marktchancen für deutsche Produkte in den USA als zweitwichtigstem Drittlandsexportmarkt zu analysieren. In einem Round-Table mit Importeuren deutscher Lebensmittel wurde trotz Wirtschaftskrise ein überaus positives Bild gezeichnet. Gleichzeitig betonten alle Wirtschaftsvertreter gegenüber der Ministerin, dass Deutschland ohne einen branchenübergreifenden Exportförder- und Marketingansatz bei Lebensmitteln gegenüber seinen Wettbewerbern Frankreich, Italien und Spanien zukünftig kaum noch wettbewerbsfähig sein wird. Das BMELV hat mit der Ausweitung seines Messe- und Exportförderetats bereits auf die Wünsche von seiten der Wirtschaft reagiert.