Publikationen

Link

Navigation

Presse

Ansprechpartner

Olivier Kölsch
Olivier Kölsch
Referent
Telefon: +49 30 200786-157
Telefax: +49 30 200786-257
okoelsch@bve-online.de

Infothek


Pressemitteilungen

11.05.2012, Berlin

BVE-Konjunkturreport April 2012

Im Februar 2012 konnte die Ernährungsindustrie ihren Umsatz gegenüber dem...
09.05.2012, Berlin

BVE-Jahresbericht 2011_2012: Mehr Wertschätzung für Lebensmittel - und für die Ernährungsindustrie

Informationen zur aktuellen Wirtschaftslage in der Ernährungsindustrie und...

Terminkalender

24
Mai
24.05.2012, Berlin

Dialog Lebensmittel. Wir schaffen Werte!

Gemeinsame Veranstaltung HDE und BVE...
11
Jun
11.06.2012 15:30 Uhr, Berlin, Claire-Waldoff-Straße 7

BVE-Geschäftsführergespräch

11
Jun
11.06.2012 19:00 Uhr, Berlin, Atrium der Deutschen Bank, Eingang Charlottenstraße

Abendempfang Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Gemeinsame Veranstaltung von BVE, BMELV und dem Auswärtigen Amt

Erhöhung der LKW – Maut verteuert Lebensmitteltransport

Investitionen in die Straßenverkehrsinfrastruktur ausweiten

05.12.2008, Berlin
Der Bundesrat hat am 7. November 2008 nach langer Diskussion mit den Bundesländern und den Vertretern der Wirtschaft eine Erhöhung der LKW – Maut beschlossen. Diese tritt zum 1. Januar 2009 in Kraft und verteuert die Kosten der Beschaffungs- und Distributionslogistik der Erzeugnisse der deutschen Ernährungsindustrie.

Je nach Schadstoffklasse kommen künftig für jede Fahrt auf deutschen Autobahnen zwischen 40% und 89% höhere Kosten für Mautzahlungen auf die Transportunternehmen zu. Die Bundesregierung rechnet für 2009 mit Mehreinnahmen aus höheren Mautabgaben in Höhe von rund 5 Milliarden Euro. Nach Abzug der Ausgaben für das Mautsystem sind im Haushaltsgesetz 2009 Verkehrsinvestitionen aus der Mauterhöhung von etwa 1 Milliarde Euro eingeplant.

Die Anhebung der Mautsätze erfolgt je nach Fahrzeugkategorie unterschiedlich und staffelt sich in zwei Phasen. Im Einzelnen gelten ab 2009 bzw. 2011 folgende Mautsätze:



Dabei fällt auf, dass die Anhebung der Maut für Fahrzeuge der Schadstoffklasse „Euro3“, befristet bis Ende 2010, um 2ct/km niedriger angesetzt wurde, als dies im ursprünglichen Entwurf der Bundesregierung geplant war. Diese Entscheidung ist ein Entgegenkommen der Politik, um die finanzielle Mehrbelastung für den deutschen Mittelstand zu reduzieren, in dessen Fuhrparks der Anteil der Euro 3 - Lkw's noch überwiegt. Im Gegenzug wurden die Mautsätze für die anderen Schadstoffklassen bis Ende 2010 um jeweils 0,1 ct/km angehoben.

Das Zusammentreffen der Mauterhöhung mit weiteren Kostentreibern und der Konjunkturabschwächung in Deutschland wird die Ernährungsindustrie an vielen Stellen zu Einsparungen und Rationalisierungen zwingen. Wie sich die Maut - Mehrkosten auf die Ertragssituation in den Betrieben in 2009 genau auswirken, bleibt abzuwarten.

Für die preiswerte Versorgung mit Lebensmitteln ist es von essentieller Bedeutung, dass die Mehreinnahmen aus der Mauterhöhung für Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur eingesetzt werden. Vor allem der Erhalt und Neubau der Straßenverkehrsinfrastruktur, als für den Transport von Lebensmittel hauptsächlich genutztem Verkehrsträger, muss noch stärker gefördert werden.

Die BVE begrüßt den Beschluss des Bundesrates, im Zuge der Änderung der Mauthöhenverordnung, die Investitionen zur Umsetzung des Masterplans Güterverkehr und Logistik aufzustocken. Im Ende November verabschiedeten Bundeshaushalt 2009, sind für Verkehrsinvestitionen mehr als 11, 2 Mrd. Euro veranschlagt. Davon entfallen etwa 5,8 Mrd. Euro auf Bau und Erhalt von Bundesstraßen und Autobahnen. Dies sind rund 800 Mio. Euro mehr als in 2008. Auf Bundeswasserstraßen entfallen etwa 1,2 Mrd. Euro, auf Bundesschienenwege rund 4,1 Mrd. Euro. Dies sind jeweils fast 400 Mio. Euro mehr als in 2008.

Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem jedoch weitere folgen müssen.