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BVE-Konjunkturreport April 2012

Im Februar 2012 konnte die Ernährungsindustrie ihren Umsatz gegenüber dem...
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Abendempfang Außenwirtschaftstag der Agrar- und Ernährungswirtschaft

Gemeinsame Veranstaltung von BVE, BMELV und dem Auswärtigen Amt

Preise für Nahrungsmittelimporte stark gestiegen

05.09.2008, Berlin
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im Juli 2008 um 9,3% über dem Vorjahresstand. Dies war die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000. Gegenüber Juni 2008 erhöhte sich der Einfuhrpreisindex um 0,6%. Besonders hoch war die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern (+48,8%).
Im Nahrungsmittelsektor waren im Juli 2008 gegenüber Juli 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Zitrusfrüchten (+29,4%), Rohkakao (+21,8%), Getreide (+19,2%), Rohkaffee (+8,7%) sowie bei Milch und Milcherzeugnissen (+5,5%) zu beobachten. Rohkaffee wurde im Vergleich zum Vormonat um 6,5% billiger (Juni 2008: +6,6%), die Getreidepreise sanken um 4,6%. Die Preise für importierte Milch und Milcherzeugnisse veränderten sich gegenüber dem Vormonat kaum (+0,3%). Rindfleisch wurde im Vergleich zu Juli 2007 um 24,8% (Vormonat: –0,1%), Schweinefleisch um 15,7% (Vormonat: 3,1%) und Geflügelfleisch um 5,7% (Vormonat: +2,2%) teurer importiert.
40-50% der landwirtschaftlichen Importe werden von der deutschen Ernährungsindustrie weiterverarbeitet. Es ist daher zu erwarten, dass sich die gestiegenen Importpreise nicht nur an der Obsttheke bemerkbar machen, sondern auch auf die Preise der in Deutschland weiterverarbeiteten Produkte durchschlagen.

Erste Schätzungen für die Verbraucherpreisentwicklung gehen von einer Jahresteuerungsrate von +3,1% im August 2008 gegenüber August 2007 aus. Bei Nahrungsmitteln erwartet das Statistische Bundesamt für den August leicht rückläufige Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat Juli (ca. -0,5%). Dies liegt in erster Linie am saisonbedingten Preisrückgang bei Obst und Gemüse. Wie die Entwicklung der Großhandels- und Erzeugerpreise zeigt, müssen die Verbraucher aber auch in den nächsten Monaten mit Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und Getränken rechnen.