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Generation „Silber“ prägt Bevölkerungsstruktur in Deutschland

15.02.2008, Berlin
Das durchschnittliche Alter der Hauptverdiener von privaten Haushalten lag im Jahr 2007 in Deutschland bei 48,3 Jahren. Insgesamt befinden sich mehr als ein Drittel der Haushaltsvorstände bereits im Rentenalter, zu diesem Ergebnis kommen die „GfK Bevölkerungsstrukturdaten“.

Im Bundesvergleich liegen das Saarland, Thüringen und Sachsen am höchsten in der Gunst der Rentner. Unter den Städten belegt Schweinfurt als bevorzugtes Domizil bei den Senioren eine Spitzenposition. Mehr als die Hälfte der Haushaltsvorstände zählt dort bereits zur „Generation Silber“ – gleiches gilt in den bayerischen Städten Bamberg und Passau.

Die meisten jungen Haushalte findet man in Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Knapp ein Viertel der Hauptverdiener ist hier unter 30 Jahren. In Rostock zählt jeder Fünfte zu dieser Altersgruppe. In Schweinfurt hingegen ist nur jeder zehnte Haushaltsvorstand jünger als 30 Jahre.

Hinsichtlich der Haushaltsstruktur haben die Ein-Personen-Haushalte mit 15 Millionen Haushalten (38%) den größten Anteil unter den insgesamt 39 Millionen Haushalten in Deutschland. Bei Mehr-Personen-Haushalten gibt es – allerdings nur mit knappem Vorsprung - nach wie vor mehr Haushalte mit Kindern (32%) als ohne (31%).

Während es Singles in städtische Umgebung zieht, besonders beliebt sind Berlin, Bremen, Regensburg und München, findet man in ländlichen Gebieten deutlich weniger Single-Haushalte. Der Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen weist mit einem Anteil von rund 30% den geringsten Single-Anteil in der Bundesrepublik auf. Auch Haushalte mit Kindern bevorzugen ländliche Gebiete. Die kinderreichsten Haushalte finden sich in den Landkreisen Landshut (45%), Straubing-Bogen(44%) und Kelheim (44%).

Rund 8% aller Haushalte in Deutschland sind Ausländerhaushalte. Der höchste Anteil findet sich im Südwesten. In Offenbach am Main hat fast jeder vierte Haushalt einen nicht-deutschen Haushaltsvorstand – das sind viermal so viele wie im bundesweiten Durchschnitt. Auch die Städte München, Frankfurt am Main, Stuttgart oder Mannheim sind weit überdurchschnittlich multikulturell geprägt.

Bei den „GfK Bevölkerungsstrukturdaten“ handelt es sich um soziodemographische Daten auf verschiedenen regionalen Ebenen. Sie beschreiben Bevölkerung und Haushalte in Deutschland hinsichtlich ihrer Haushalts-, Alters- und Einkommensstruktur. Die GfK-Bevölkerungsstrukturdaten werden in Marketing und Vertrieb von Unternehmen zur Zielgruppenlokalisierung eingesetzt. Sie zeigen detailliert, wo es sich lohnt, für bestimmte Produkte zu werben.