Inhalt
Energiekosten reduzieren - Strategien für die Praxis in der Ernährungsindustrie
Informationsveranstaltung der BVE am 15. März 2007
26.01.2007, Berlin
Die deutsche Wirtschaft sieht sich bereits seit Jahren mit hohen, die Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigenden, Energiekosten konfrontiert. Dies gilt neben den Gas- auch insbesondere für Stromkosten.
Deutschland hat aktuell nach wie vor die höchsten Gas- sowie nach Italien die zweithöchsten Strompreise in der EU für Industriekunden zu verzeichnen. Für Strom hatten diese per 1. Juli 2006 im Durchschnitt ca. 9,83 Cent pro Kilowattstunde zu zahlen. Zum Vergleich: Unternehmen in Frankreich und Spanien mussten rund 1/3 weniger aufwenden.
Ursachen für diese hohen Preise sind insbesondere der unzureichende Wettbewerb auf den relevanten Energiemärkten in Deutschland und Europa sowie die Belastung mit öffentlichen Abgaben in Deutschland.
Die Politik hat die Problematik zwischenzeitlich auf ihre Agenda genommen. Realistischer Weise kann man aber nicht davon ausgehen, dass kurzfristig Maßnahmen getroffen werden, die zeitnah zu spürbaren Entlastungen für die Unternehmen führen.
Unter dieser Situation leidet insbesondere die mittelständisch geprägte Ernährungsindustrie in Deutschland. Im Gegensatz zu anderen Industriezweigen verfügen ihre Unternehmen in der Regel nicht über internationale Standortalternativen. Die Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie sind deshalb darauf angewiesen, auf der Grundlage der gegenwärtig bestehenden Möglichkeiten ihre Energiekosten zu reduzieren.
Entsprechende Möglichkeiten zur Energiekostenoptimierung stehen grundsätzlich zur Verfügung. Sofern Betriebe einen ausreichenden Energie- und Wärmebedarf haben und die sonstigen infrastrukturellen Voraussetzungen erfüllt sind, kommt die Errichtung von dezentralen, bedarfsangepassten Industriekraftwerken auf Basis Wärme-Kraft-Kopplung in Betracht. Dadurch können die Energiekosten um bis zu 30 % p. a. reduziert werden. Alternativ zum Ansatz des dezentralen Kraftwerkbaus lassen sich Sparpotentiale bei der Energiebeschaffung bzw. beim Energiemanagement realisieren. Möglichkeiten hierfür bestehen beispielsweise in der Optimierung der Beschaffungskonditionen, der Erarbeitung und Umsetzung einer spezifischen Beschaffungspolitik, eines effizienten Energie-Vertragsmanagements sowie der Implementierung von Energie-Verbrauchsoptimierungssystemen.
Die BVE führt aufgrund der erheblichen Nachfrage zu dieser Thematik am 15. März 2007, von 10.30 bis 15.00 Uhr, im Andreas-Hermes-Haus, Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn, eine weitere Informationsveranstaltung durch. Vier qualifizierte und langjährig erfahrene Dienstleister präsentieren ihre Konzepte zur nachhaltigen Reduktion der Energiekosten.
Wir möchten insbesondere die Unternehmen der Ernährungsindustrie zu dieser Veranstaltung einladen. Diese ist für die DIREKTMITGLIEDER der BVE kostenfrei. Für darüber hinausgehende Teilnehmer wird ein Beitrag in Höhe von €150,00 erhoben.
Das Anmeldeformular steht
hier als Download für Sie bereit.