Nordmilch AG

Vor sechs Jahren hat NORDMILCH ein unternehmensübergreifendes Umwelt- und Arbeitsschutzmanagementsystem installiert. Seitdem konnten nennenswerte Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit und messbare Einsparungen im Umgang mit Ressourcen erzielt werden.
So konnten beispielsweise die Unfallzahlen in den produzierenden Standorten durch intensive Sicherheitsarbeit um 50 Prozent gesenkt werden. Des weiteren wurde der Gasverbrauch durch die Installation von modernen Dampfkessel- sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen seit 2003 um 14 % gesenkt.
Weiterhin konnte durch produktionsintegrierten Umweltschutz sowie Verbesserung der betrieblichen Kläranlagen das Abwasser/Milch-Verhältnis von 1,1 m³/t Anlieferungsmilch auf 0.95 m³/t Anlieferungsmilch gesenkt werden. Das Abwasser/Milch-Verhältnis stellt die anfallende Abwassermenge im Vergleich zur verarbeiteten Milchmenge in einer Molkerei dar.
Ein Leuchtturmprojekt für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ist die Abwasserverregnungsanlage am NORDMILCH-Standort im schleswig-holsteinischen Hohenwestedt: Seit 1967 wird jährlich ca. 300.000 m³ vorgereinigtes Abwasser in Kooperation mit den umgebenden landwirtschaftlichen Milcherzeugungsbetrieben auf Grünland- sowie Futteranbauflächen über ein spezielles System verregnet und so dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt. Die Sandböden werden durch das nährstoffreiche Abwasser ertragreicher und sichern die Futterversorgung für die Milchkühe der Umgebung. Die Milch wird wiederum an die Molkerei in Hohenwestedt geliefert, die daraus Produkte wie körnigen Frischkäse, Butter oder Milchpulver verarbeitet.
Das bei den Produktionsprozessen anfallende Abwasser wird über eine moderne Flotationsanlage mit Phosphatfällung vorgereinigt, bevor es in einem großen Speicherbecken für die Verregnung vorgestapelt wird. Während der Wachstumsperiode werden die Gründland- sowie Futterflächen regelmäßig mit dem nährstoffreichen Abwasser beregnet. So wird nicht nur die Futterversorgung für die Milchkühe gesichert, sondern durch die Beregnung zusätzlich die Grundwasserstände stabil gehalten. Dies ist wichtig, da die Trinkwasserversorgung der Molkerei Hohenwestedt über eigene Brunnen sichergestellt wird.
Weitere Informationen: www.nordmilch.de

