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Stabilität in der Krise

Die Ernährungsindustrie ist einer der stabilsten Industriezweige und leistet gerade in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise einen wichtigen Beitrag für Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung in Deutschland. Die Anzahl der Arbeitnehmer in der Ernährungsindustrie stieg 2009 um 0,8 % auf 535.000 an. Damit zählt die Branche, die von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt ist, zu den vier größten deutschen Industriezweigen.

Die Ernährungsindustrie erzielte im Jahr 2009 einen Umsatz von 149,1 Mrd. €. Das entspricht einem Minus von 4,6 % gegenüber 2008. Damit verzeichnete die Branche den stärksten Umsatzrückgang seit Bestehen der Bundesrepublik. Ursächlich hierfür waren zwölf massive Preissenkungsrunden im deutschen Lebensmitteleinzelhandel in 2009 und ein stagnierendes Exportgeschäft. Mengenmäßig blieben Produktion und Absatz konstant.

Die massiven Preissenkungen im Lebensmitteleinzelhandel waren das dominierende Thema des vergangenen Jahres. Die Lebensmittelhersteller erzielten 2009 für ihre Produkte um 3,8 % niedrigere Verkaufspreise als im Vorjahr. Dies schwächt die Unternehmen in ihrer Ertrags- und Investitionskraft. Preissenkungspotenziale durch günstiger gewordene Rohstoffe sind längst ausgereizt.

Die BVE rechnet 2010 in der Ernährungsindustrie mit einem nominalen Umsatzplus von 1%. Dies setzt voraus, dass sich die Auslandsmärkte wieder beleben und die Preiskämpfe auf dem Inlandsmarkt ein Ende fnden. Entscheidende Voraussetzung für die Belebung des privaten Konsums wird die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sein.
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